Am 25. Dezember kam es bei Amazon Web Services zu einem größeren Ausfall, der während der Hauptverkehrszeit an Feiertagen Tausende von Websites und Spieleplattformen lahmlegte. Der Vorfall registrierte über 3.200 Benutzerberichte auf Downdetector, was den dritten großen AWS-Ausfall in diesem Jahr darstellt. Gaming-Dienste waren schwerwiegenden Auswirkungen ausgesetzt, darunter Epic Games Store, Fortnite, Steam, Xbox und PlayStation Network. Benutzer, die sich an Heiligabend anmelden wollten, stießen auf Authentifizierungsfehler, während bei anderen die Verbindung zu laufenden Spielen plötzlich unterbrochen wurde. Auch Finanzplattformen litten, da Social-Media-Berichte auf Störungen bei Coinbase und Robinhood hindeuteten. Der Ausfall ereignete sich während erhöhter Online-Aktivitäten im Zusammenhang mit der Weihnachtszeit. Spieler auf Konsole, PC und Mobilgeräten haben Screenshots von Fehlermeldungen auf verschiedenen Plattformen geteilt. „An Heiligabend gibt es traditionell einen Anstieg der Fortnite-Aktivitäten, bei dem sich Spieler einloggen, um festliche Events, Feiertagskosmetik und zeitlich begrenzte Herausforderungen zu genießen“, heißt es Swikblog. Dieser Anstieg vergrößerte die Reichweite der Störung und führte dazu, dass Benutzer nicht auf die erwarteten Inhalte und Funktionen zugreifen konnten. AWS wickelt etwa die Hälfte der Back-End-Vorgänge im Internet ab, daher wirken sich solche Ausfälle auf zahlreiche abhängige Dienste gleichzeitig aus. Das Ereignis vom 24. Dezember erinnert an eine frühere Störung im Oktober 2025, die 15 Stunden andauerte und zu über 17 Millionen Downdetector-Meldungen weltweit führte.
Benzinga stellte fest, dass der Ausfall eines Unternehmens, der große Teile des Internets lahmlegt, Fragen zur Größenordnung aufwirft und Forderungen nach strengeren Kartellmaßnahmen und Ausfallsicherheitsanforderungen für Cloud-Anbieter hervorruft. Diese Perspektive bezieht sich auf frühere Aussagen von Senatorin Elizabeth Warren. Amazon hat die Ursache des Ausfalls nicht bekannt gegeben und auch keinen geschätzten Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung des Dienstes angegeben.





