Mozilla ist ausrollen Ein großes Update für Firefox 145, das bedeutende neue Anti-Fingerprinting-Schutzmaßnahmen einführt, die das Aufspüren von Benutzern im Internet erschweren sollen. Die neuen „Phase 2“-Schutzmaßnahmen, die morgen veröffentlicht werden, werden zunächst im privaten Browsermodus verfügbar sein und wenn der Enhanced Tracking Protection (ETP) auf „Streng“ eingestellt ist. Fingerabdrücke sind eine invasive Tracking-Technik, die zur Identifizierung von Benutzern verwendet wird, indem eine Vielzahl subtiler Datenpunkte über ihr Gerät erfasst werden. Dazu können Betriebssystem, installierte Schriftarten, Bildschirmauflösung, CPU-Kerne und sogar die Art und Weise gehören, wie die Grafikkarte Bilder rendert. Zusammengenommen bilden diese Details eine einzigartige „digitale Signatur“, mit der sich die Aktivitäten eines Benutzers auf verschiedenen Websites verfolgen lassen, selbst wenn dieser Cookies blockiert oder einen privaten Browser verwendet. Firefox hat mit seinen „Phase 1“-Schutzmaßnahmen daran gearbeitet, dem entgegenzuwirken, die bereits viele bekannte Fingerabdruck-Skripte blockieren und die Nachverfolgbarkeit eines Benutzers verringern. Laut Mozilla reduzierten diese bestehenden Maßnahmen den Prozentsatz der Benutzer, deren Fingerabdrücke eindeutig erfasst werden konnten, von ursprünglich 65 % auf 35 %. Die neuen „Phase 2“-Schutzmaßnahmen in Firefox 145 gehen noch einen Schritt weiter, indem sie die Daten, die Websites anfordern können, aktiv fälschen oder einschränken. Zu den neuen Maßnahmen gehören:
- Der Browser meldet nun immer, dass das Gerät über zwei Prozessorkerne verfügt.
- Der Zugriff auf lokale Schriftarten ist blockiert. Der Browser verwendet nur Standardschriftarten des Betriebssystems, mit Ausnahme wichtiger Sprachschriftarten (wie Japanisch, Koreanisch und Arabisch), um sicherzustellen, dass Websites korrekt dargestellt werden.
- Der Browser meldet allgemeine Informationen zur Multi-Touch-Unterstützung (0, 1 oder 5) und gibt die Bildschirmauflösung als Bildschirmhöhe minus 48 Pixel an, wodurch die tatsächlichen Abmessungen des Docks oder der Taskleiste verdeckt werden.
- Der Browser fügt Hintergrundbildern zufälliges „Rauschen“ hinzu, allerdings nur, wenn eine Website versucht, die Bilddaten zurückzulesen, eine gängige Fingerabdrucktechnik.
Laut Mozilla können mit diesen zusätzlichen „Phase 2“-Schutzmaßnahmen nur noch 20 % der Benutzer eindeutig per Fingerabdruck erfasst und verfolgt werden. Das Unternehmen erklärte, dass es nicht alles blockieren könne, da dadurch legitime Website-Funktionen wie Produktivitätstools, die auf Echtzeitdaten basieren, beeinträchtigt würden. Benutzer, die Probleme mit der Benutzerfreundlichkeit haben, können die neuen Schutzmaßnahmen für jede Site einzeln deaktivieren. Firefox 145 wird am 11. November 2025 offiziell veröffentlicht. Diese Version wird auch die erste sein, die keine 32-Bit-Version mehr für Linux anbietet, da Mozilla diese aufgrund der geringen Benutzernachfrage ablehnt.





