Das chinesische Handelsministerium hat ein kanadisches Forschungsunternehmen benannt TechInsights ein „unzuverlässiges Unternehmen“, das chinesischen Organisationen verbietet, Informationen mit ihm zu teilen. Das Ministerium verwies auf die nationale Sicherheit und handelte, nachdem ein TechInsights-Bericht enthüllte, dass in Huaweis neuesten Chips für künstliche Intelligenz ausländische Komponenten vorhanden waren. Die Bezeichnung, angekündigt Am Donnerstag wurde chinesischen Einzelpersonen und Organisationen offiziell verboten, mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten oder ihm Daten zur Verfügung zu stellen. TechInsights ist im globalen Technologiesektor für seine tiefgreifende Analyse chinesischer Halbleiter bekannt und gehörte zu den ersten Firmen, die über Durchbrüche von Unternehmen wie Huawei Technologies berichteten. Diese Maßnahme könnte die Undurchsichtigkeit rund um Chinas heimische Chipindustrie verstärken. Pekings hartes Vorgehen erfolgte weniger als eine Woche, nachdem TechInsights seine Ergebnisse zu Huaweis neuen „Ascend“-KI-Chips veröffentlicht hatte. Eine technische Aufschlüsselung der Prozessoren ergab, dass sie Komponenten enthielten, die von außerhalb des chinesischen Festlandes stammten. Weder TechInsights noch Huawei antworteten sofort auf separate Anfragen nach Kommentaren zur schwarzen Liste bzw. zum Inhalt des Berichts. Die Schlussfolgerungen von TechInsights stimmten mit unabhängigen Erkenntnissen anderer Halbleiterforschungsunternehmen überein. So hatte beispielsweise die Firma SemiAnalysis zuvor darauf hingewiesen, dass Huawei bei seinen Geräten auf Technologie etablierter Speicherchiphersteller wie Samsung Electronics aus Südkorea und des Vertragschipherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) setzt. Sowohl Samsung als auch TSMC unterliegen den Exportkontrollen der Vereinigten Staaten, die sie daran hindern, ihre fortschrittlichsten Technologien an Kunden mit Sitz in China zu verkaufen. Darüber hinaus steht Huawei seit 2019 auf einer schwarzen Handelsliste der USA. Diese Liste verbietet insbesondere Chipherstellern, die Geschäfte mit den USA tätigen, eine direkte Zusammenarbeit mit dem chinesischen Technologieunternehmen. Als Reaktion auf diese anhaltenden US-Beschränkungen haben Peking und seine inländischen Chiphersteller ihre Bemühungen zum Aufbau einer autarken Halbleiterlieferkette intensiviert. Huawei ist ein prominenter Teilnehmer dieser nationalen Initiative und entwickelt aktiv Alternativen zu Chips des US-Branchenführers Nvidia. Abgesehen von den Erkenntnissen Dritter werden nur wenige Einzelheiten zu Huaweis Chip-Herstellungsaktivitäten öffentlich bekannt gegeben. Berichten zufolge arbeitet Huawei eng mit Chinas führendem Chiphersteller SMIC, einem Konkurrenten von TSMC, zusammen, obwohl beide Unternehmen zu einer Zusammenarbeit geschwiegen haben, seit Huawei auf die schwarze Liste der USA gesetzt wurde. Letztes Jahr wurde in einem separaten TechInsights-Bericht eine TSMC-Komponente in einem anderen Huawei-Produkt gefunden, was Fragen zur Wirksamkeit der US-Exportkontrollen aufwarf. Analysten, die die Branche verfolgen, geben an, dass chinesische Chipunternehmen die US-Beschränkungen durch die Ausnutzung bestehender Lücken in den Vorschriften umgangen haben. Diese Unternehmen haben auch Vorräte an importierten Chips und Komponenten genutzt, die vor der Umsetzung bestimmter restriktiver Maßnahmen beschafft wurden.




