Laut einer neuen YouGov-Umfrage glauben 71 Prozent der Amerikaner, dass die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) zu schnell voranschreitet veröffentlicht von The Economist. Die Umfrage zeigt, dass 51 % der Befragten der Meinung sind, dass die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung schneller ist als erwartet.
Die Besorgnis über die Auswirkungen von KI auf die Arbeitskräfte nimmt zu, insbesondere bei Geringverdienern, denen ein Arbeitsplatzverlust droht, während Gutverdiener und Technologieunternehmen angeblich stärker davon profitieren. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass 64 % der Befragten bezweifeln, dass die Vorteile der KI weit verbreitet sein werden, während nur 8 % glauben, dass es „sehr wahrscheinlich“ ist, dass alle davon profitieren werden.
In einem weiteren Aspekt der Studie ergab eine Umfrage der Quinnipiac University, dass 63 % der Amerikaner erwarten, dass KI in Zukunft die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen verringern wird, während lediglich 35 % ihr Vertrauen in die Technologie zum Ausdruck bringen. Darüber hinaus gaben 55 % der Familien mit einem Gesamteinkommen von 50.000 US-Dollar oder weniger an, dass sie Angst vor einem Jobwechsel aufgrund von KI haben.
Die Studie stellt auch einen erheblichen Widerstand gegen die Arbeit unter KI-Aufsicht fest: 80 % der Befragten gaben an, dass sie keine Jobs annehmen würden, bei denen KI-Agenten als direkte Vorgesetzte fungieren. In der Bevölkerung herrscht die Meinung vor, dass Unternehmen und Regierung die Transparenz und Regulierung von KI-Technologien verbessern müssen; 76 % sind der Meinung, dass Unternehmen nicht ausreichend transparent sind, während 74 % der Meinung sind, dass die Regierung mehr Regulierungsmaßnahmen ergreifen sollte.
Die außerordentliche Professorin Tamilla Triantoro räumte ein, dass die Amerikaner KI nicht völlig ablehnen, aber sie äußern Bedenken hinsichtlich Unsicherheit, mangelndem Vertrauen und unzureichender Regulierung. Axios wies auf eine aufkommende „KI-Hasswelle“ hin, die von Ängsten vor Arbeitsplatzverlusten und sozioökonomischen Auswirkungen aufgrund der zunehmenden Vermögenskonzentration und Umweltproblemen angetrieben werde.
Aufgrund von Bedenken hinsichtlich des hohen Wasserverbrauchs, des Strombedarfs und der Überlastung der Infrastruktur, die zu höheren Versorgungskosten geführt haben, kam es auch vor Ort zu erheblichem Widerstand gegen Rechenzentrumsprojekte. Der frühere Präsident Trump forderte zuvor Technologieunternehmen dazu auf, „selbst aufzukommen“, um potenzielle Belastungen für amerikanische Bürger zu verringern.
Die Ergebnisse verdeutlichen ein wachsendes Unbehagen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen schneller KI-Innovation und regulatorischen Rahmenbedingungen. Experten weisen darauf hin, dass es für Unternehmen oberste Priorität haben muss, das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen, was möglicherweise den Verzicht auf bestimmte Innovationsaspekte erfordert, während die Regierungen zunehmendem Druck ausgesetzt sind, sich mit den sozioökonomischen Auswirkungen der KI auseinanderzusetzen.





