Der US-Bezirksrichter Sparkle Sooknanan genehmigte einen Vergleich in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Elon Musk bezüglich der Übernahme von Twitter durch Musk. Die SEC unter dem ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler hatte Bedenken hinsichtlich der elftägigen Verzögerung von Musk bei der Offenlegung seiner Investitionen in die Social-Media-Plattform geäußert. Die Regulierungsbehörde argumentierte, dass diese Verzögerung es Musk ermöglichte, seinen Anteil an Twitter zu erhöhen, wodurch er 150 Millionen US-Dollar auf Kosten der Aktionäre einsparte.
Anfang des Jahres einigte sich die Agentur nach einem Führungswechsel sowohl bei der SEC als auch im Weißen Haus auf eine Einigung, wonach Musk eine Zivilstrafe in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar zahlte, ohne jedoch ein Fehlverhalten zuzugeben. Angesichts des Reichtums von Musk wurde die Strafe von vielen als unbedeutend empfunden.
Laut Reuters schloss das Memorandum und der Beschluss von Richter Sooknanan den Vergleich ab, enthielten jedoch erhebliche Kritik an der Behandlung des Falles. Sie erklärte: „Dieses Gericht beschränkt sich auf die Beurteilung, ob das vorgeschlagene Zustimmungsurteil Mindeststandards an Fairness und Angemessenheit erfüllt.“ Sie äußerte zwar Bedenken hinsichtlich des Vergleichs, stellte jedoch fest, dass dieser nicht die Schwelle erfüllte, „die richterliche Macht zum Gespött zu machen“, was sie dazu zwang, ihn zu akzeptieren.
Sooknanan betonte, dass die Verantwortung für Musks Handlungen letztendlich Sache der Öffentlichkeit sei, die an der Wahlurne entscheiden müsse. Ihre Aussage verdeutlicht die Spannung des Gerichts zwischen richterlichen Beschränkungen und den Erwartungen der Öffentlichkeit hinsichtlich der Durchsetzung von Vorschriften in hochkarätigen Fällen.




