Amazon entwickelt eine aktualisierte Version seines Alexa-Assistenten mit dem Codenamen „Moonraker“, die darauf abzielt, die Fähigkeit der KI zur Bewältigung mehrstufiger Aufgaben zu verbessern. Business Insider behauptet, interne Planungsdokumente erhalten zu haben, in denen das Design von Moonraker dargelegt wird, das sich auf die Verbesserung der Agentenfähigkeiten von Alexa für komplexere Interaktionen konzentriert.
Den Dokumenten zufolge wird Moonraker es Benutzern ermöglichen, mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen, beispielsweise eine Fahrt zu buchen und gleichzeitig einem Freund eine SMS zu schreiben. Diese Verbesserung soll den Wettbewerbsvorteil von Alexa gegenüber Agenten-KI-Modellen von Unternehmen wie Google, Anthropic und OpenAI stärken.
Finanzprognosen für das Projekt deuten darauf hin, dass die GPU-Kosten im Jahr 2026 100 Millionen US-Dollar übersteigen könnten. Berichten zufolge glauben einige leitende Mitarbeiter bei Amazon, dass das Unternehmen bereits zu viel für die KI-Modelle ausgegeben hat, die den aktuellen Alexa-Chatbot unterstützen.
Business Insider verwies auch auf ein separates Dokument von Ende 2025, in dem die Pläne von Amazon, „Hunderte“ von NVIDIA-GPUs für die Moonraker-Initiative einzusetzen, detailliert beschrieben werden. Dieses Projekt soll ein Anthropic Sonet-Modell integrieren, um fortgeschrittenes Denken und visuelle Reaktionen zu erleichtern.
Alexa+ wurde Anfang 2026 landesweit in den USA eingeführt und befindet sich in Großbritannien noch im Early Access. Benutzer haben von Problemen mit Alexas Fähigkeit, grundlegende Aufgaben auszuführen, berichtet, was im Gegensatz zur Leistung früherer Versionen steht. Cherlynn Low von Engadget stellte Verbesserungen der Konversationsfähigkeiten mit Alexa+ fest und wies auch auf Probleme mit dem Gedächtnis des Assistenten hin, insbesondere bei App-Interaktionen.
Im Februar führte Amazon drei neue Persönlichkeitsstile für Alexa+ ein, um Benutzerinteraktionen individuell anzupassen. Eine spätere Ergänzung umfasste einen „frechen“ Modus, der Alexa einen lockereren Ton verleiht. Darüber hinaus hat Amazon vor einigen Monaten die Verarbeitung natürlicher Sprache für Essenslieferbestellungen über Apps wie GrubHub und Uber Eats eingeführt.





