Suno, das KI-Musikgenerierungsunternehmen, gab bekannt, dass es in einer Finanzierungsrunde der Serie D 400 Millionen US-Dollar eingesammelt hat, wodurch das Unternehmen einen Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar hat. Diese Finanzierung folgt auf eine vorherige Runde vor etwa sieben Monaten, bei der Suno mit 2,45 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, was das Vertrauen der Anleger trotz laufender Rechtsstreitigkeiten gegen das Unternehmen unterstreicht.
Zu den rechtlichen Herausforderungen für Suno gehören Vorwürfe, dass das Unternehmen seine KI auf urheberrechtlich geschützte Songs trainiert. Das Unternehmen argumentiert, dass seine Handlungen im Rahmen der Fair-Use-Doktrin zulässig seien, die eine begrenzte Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material ohne Genehmigung erlaubt. Große Urheberrechtsinhaber, darunter Universal Music Group (UMG), Sony und GEMA, haben rechtliche Schritte gegen Suno eingeleitet.
Im Jahr 2024 verklagten sowohl Sony als auch UMG Suno und behaupteten, das Unternehmen habe seine KI mithilfe von 560 ihrer urheberrechtlich geschützten Werke trainiert. Seitdem ist diese Zahl gestiegen, und die Plattenfirmen haben beantragt, ihre Beschwerde dahingehend zu ändern, dass über 61.000 zusätzliche Songs aufgenommen werden, die angeblich ohne Genehmigung für das KI-Training verwendet wurden.
Trotz dieser rechtlichen Hürden konnte Suno seine starke Marktposition behaupten und landet regelmäßig ganz oben in den App Store-Charts für Musikanwendungen. Zum Zeitpunkt der Mittelbeschaffung der Serie C generierten Nutzer laut einem von Billboard erhaltenen Pitch Deck täglich über 7 Millionen Songs auf Suno.
Die Finanzierungsrunde der Serie D wurde von Bond Capital geleitet, an der sich IVP, Forerunner, Union Square Ventures, Alkeon und Quiet beteiligten. Bestehende Investoren, darunter Matrix, Lightspeed, Menlo Ventures und Schroders Capital, haben ebenfalls zu dieser Runde beigetragen. Suno zeigte sich begeistert über die Beteiligung mehrerer prominenter Künstler, Produzenten und Songwriter aus der Musikindustrie, konkrete Namen wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Das Fehlen offengelegter Künstlerempfehlungen hat Fragen aufgeworfen, da eine solche Unterstützung dazu beitragen könnte, die Wahrnehmung hinsichtlich der Opposition der Musikindustrie gegen Sunos Geschäftsmodell zu ändern.




