Nissan gab bekannt, dass sein Prototyp eines All-Solid-State-Batteriepakets die erforderlichen Lade- und Entladeleistungsziele erreicht hat. Damit bleibt der Autohersteller auf Kurs, sein erstes Elektrofahrzeug mit Festkörperbatterie bis zum Geschäftsjahr 2028 auf den Markt zu bringen, berichtet Nikke Asia.
Die erfolgreiche Stapelung von 23 Batteriezellschichten in einem Prototypenpaket zeigt, dass Nissan über Einzelzellen-Labortests hinaus zu einem für Serienfahrzeuge geeigneten Formfaktor voranschreitet. Dieser Fortschritt ist für die Strategie von Nissan im Wettbewerb auf dem sich entwickelnden Markt für Elektrofahrzeuge von entscheidender Bedeutung.
Es wird erwartet, dass die Festkörperbatterien von Nissan eine etwa doppelt so hohe Energiedichte wie herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen erreichen. Diese verbesserte Leistung könnte zu einer Verdoppelung der Reichweite und deutlich kürzeren Ladezeiten führen, möglicherweise um bis zu zwei Drittel. Der Autohersteller strebt für seine Solid-State-Packs ein Kostenziel von 75 US-Dollar pro Kilowattstunde an, was etwa 30 % unter dem prognostizierten globalen Durchschnittspreis für Batteriepacks im Jahr 2024 liegt.
Die Pilotproduktionslinie im Nissan-Werk Yokohama nahm im Januar 2025 den Betrieb auf. Im August 2025 wurde eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Unternehmen LiCAP Technologies bekannt gegeben, um die Trockenelektrodenproduktion für die Kathoden der Batterien voranzutreiben. Es wird erwartet, dass die aktivierte Trockenelektrodentechnologie von LiCAP die Herstellungskosten senkt und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert.
Die Zusammenarbeit mit LiCAP trug maßgeblich dazu bei, dass Nissan seine Leistungsziele für seine Prototypzellen erreichen konnte. Diese Partnerschaft verbessert die Eignung der Batterien der nächsten Generation von Nissan für die kommerzielle Produktion.
Nissan steht im Wettbewerb mit Autoherstellern wie Toyota, das die Einführung seiner Festkörperbatterie-Elektrofahrzeuge im Jahr 2027 anstrebt, und der chinesischen GAC Group, die eine Massenproduktion zwischen 2027 und 2030 anstrebt. Andere Wettbewerber wie Samsung haben Festkörperprototypen mit einer Reichweite von 600 Meilen vorgestellt.
Zu Nissans Ambition 2030-Strategie gehört eine Roadmap, die eine im Jahr 2022 eröffnete Prototypenanlage, den Start einer Pilotproduktionslinie Anfang 2025 und Pläne für die kommerzielle Produktion von Elektrofahrzeugen im Geschäftsjahr 2028 vorsieht. Christoph Ambland, Nissans Direktor für Produktplanung in Europa, bekräftigte die Bedeutung der Zuverlässigkeit und erklärte: „Wir müssen sicher sein, dass diese Technologie zuverlässig und bereit ist, die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen.“




