Europäische Regulierungsbehörden haben die Prüfung von TikTok verschärft und werfen der chinesischen Plattform vor, trotz früherer Sanktionen weiterhin europäische Benutzerdaten nach China zu übertragen. Die norwegische Datenschutzbehörde gab an, dass Benutzer kürzlich darüber informiert wurden, dass ihre persönlichen Daten weiterhin für TikTok-Mitarbeiter in China zugänglich sind, eine Praxis, die die Aufsichtsbehörden befürchten, dass Daten aufgrund lokaler Gesetze der Überwachung durch die chinesische Regierung ausgesetzt sein könnten. Dies steht im Einklang mit Warnungen der niederländischen Datenschutzbehörde, die betonte, dass Nutzer – insbesondere jüngere – sich noch nicht ausreichend darüber im Klaren sind, dass ihre Daten immer noch nach China weitergeleitet werden, während TikTok gegen frühere behördliche Entscheidungen Berufung einlegt. +2 In einer separaten Klageschrift reichte die österreichische Gruppe für digitale Rechte noyb Beschwerden mit der Behauptung ein, dass TikTok Benutzer ohne Zustimmung illegal über Anwendungen Dritter hinweg verfolgt. Die Gruppe behauptet, TikTok habe das israelische mobile Analyseunternehmen AppsFlyer genutzt, um sensible Daten zu sammeln, darunter Informationen aus der Dating-App Grindr, die sexuelle Orientierung offenbaren – eine Kategorie, die durch Artikel 9 der DSGVO geschützt ist. Darüber hinaus warf noyb TikTok vor, Datenzugriffsrechte zu verletzen, indem es sich weigerte, den Nutzern ihre vollständigen Datendateien zur Verfügung zu stellen, und stattdessen nur „relevante“ Teilmengen anbot. Diese Entwicklungen folgen auf eine Geldbuße in Höhe von 530 Millionen Euro, die die irische Datenschutzkommission im Mai wegen ähnlicher Verstöße gegen die Datenübermittlung verhängt hatte.




