Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance erlitt einen Rückschlag, da ein Richter den Deal nach einer Klage einer Koalition aus 12 Generalstaatsanwälten vorübergehend ausgesetzt hat. Die US-Bezirksrichterin Araceli Martínez-Olguín verhängte eine 14-tägige Pause, nachdem sie letzte Woche die Argumente beider Seiten angehört hatte.
Die vom kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta angeführte Klage geht davon aus, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb in den Kinos, den grundlegenden Kabelvertrieb und das Publikum beeinträchtigen würde. Die Koalition könnte nach den ersten 14 Tagen eine weitere Pause anstreben, was die Fusion möglicherweise noch weiter verzögern könnte.
Die Bundesstaaten behaupten, dass der geplante Deal den Wettbewerb in drei spezifischen Bereichen schwächen würde: Kinofilmvertrieb mit großer Kinoveröffentlichung, Kinovertrieb mit Spitzeneinnahmen und grundlegende Kabellizenzierung. „Dies ist in unserem Fall ein entscheidender erster Sieg, um sicherzustellen, dass diese Megafusion nie das Licht der Welt erblickt“, erklärte Generalstaatsanwalt Bonta in einer Pressemitteilung. Er betonte die Notwendigkeit eines freien Marktes, um eine Verschlechterung der Möglichkeiten und der Qualität der Verbraucherdienstleistungen zu vermeiden.
Durch den Zusammenschluss würden die Filmstudios und die Streaming-Plattform Paramount+ von Paramount mit HBO Max von WBD und Fernsehsendern wie CBS, MTV, CNN und HBO kombiniert. Paramount brachte sein Vertrauen in die Rechtmäßigkeit der Fusion zum Ausdruck und behauptete, dass die Ansprüche der Generalstaatsanwälte unbegründet seien. Ein Sprecher sagte: „Wir sind zuversichtlich, dass die Beweise belegen werden, dass die kartellrechtlichen Argumente der Landesbehörden unbegründet sind.“
David Ellison, CEO von Paramount, gab zuvor an, dass die Transaktion voraussichtlich im September abgeschlossen sein werde. Dieses rechtliche Hindernis könnte Paramounts Ambitionen, mit großen Playern wie Netflix zu konkurrieren, behindern.
Die geplante Übernahme stieß auch auf Kritik von Filmemachern, Schauspielern und Branchenexperten, die über eine zunehmende Konsolidierung in der Medienlandschaft besorgt sind. Warner Bros. Discovery antwortete nicht auf Anfragen nach Kommentaren zur Klage und ihren Auswirkungen.





