Berichten zufolge plant die Einführung umfangreicher Entlassungen in seiner Xbox-Abteilung, wenn das Geschäftsjahr am 30. Juni endet. Experten gehen davon aus, dass es sich bei diesen Kürzungen möglicherweise um den größten Personalabbau in der Gaming-Geschichte handelt. George Broussard, Mitbegründer von 3D Realms, wies darauf hin, dass das Ausmaß der Kürzungen beispiellos sei, und prognostizierte, dass „die Verwüstung wie der Meteor nachhallen wird, der die Dinosaurier vernichtete“ und zu dauerhafter Unbeliebtheit der Xbox führen könnte.
Berichte, die zuerst von Bloomberg zitiert wurden, besagen, dass Entlassungen unter der neuen CEO Asha Sharma durchgeführt werden, die das Unternehmen als „nicht in einer gesunden Verfassung“ bezeichnete und eine Entlassung gefordert hat „zurücksetzen.“ Die Entlassungen werden voraussichtlich nach dem 30. Juni beginnen, zeitgleich mit dem Ende des Microsoft-Geschäftsjahres.
Mehrere Xbox-Studios, darunter Compulsion Games, Double Fine Productions und Ninja Theory, verhandeln Berichten zufolge darüber, unabhängig zu werden oder vor der Schließung zu stehen. Darüber hinaus steht Undead Labs, bekannt für die Entwicklung von State of Decay 3, ebenfalls vor der Schließung, wie mehrere Quellen bestätigen.
Quellen zufolge werden die Entlassungen von Amy Hood, CFO von Microsoft, vorangetrieben, die nach erheblichen Einsparungen sucht, um die Verluste in der Gaming-Sparte abzumildern, die derzeit mit einer Gewinnmarge von rund 3 % arbeitet. Diese Marge ist im Gaming-Sektor deutlich geringer als erwartet.
Im Zusammenhang mit dem Personalabbau hat Xbox Berichten zufolge die Verhandlungen über neue Game Pass-Angebote von Drittanbietern eingefroren. Auf der First Playable-Messe in Italien wurden Entwickler darüber informiert, dass die aktiven Verhandlungen gestoppt wurden. Einige Quellen, darunter auch Windows Central, deuteten jedoch an, dass dieser Stopp möglicherweise vorübergehender Natur sei und eher mit dem Übergang des Geschäftsjahres zusammenhänge als mit einer dauerhaften Einstellung der Finanzierung durch Dritte.
Sollten die bevorstehenden Entlassungen die im Januar 2024 vorgenommenen 1.900 Stellenkürzungen überschreiten, wäre dies der umfangreichste Personalabbau in der Geschichte der Glücksspielbranche.





