Anthropic gab bekannt, dass seine Claude AI-Modelle jetzt in Microsoft Foundry auf Azure verfügbar sind, was den ersten Einsatz auf Nvidia-Hardware darstellt. Die Claude-Modelle laufen auf den GB300 Blackwell Ultra GPU-Systemen von Nvidia und ermöglichen Azure-Kunden die Entwicklung autonomer und domänenspezifischer KI-Agenten.
Die Bereitstellung nutzt Nvidia GB300 NVL72-Systeme mit Quantum-X800 InfiniBand-Netzwerk. Dieses Setup soll die Inferenzleistung und -effizienz verbessern und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten für KI-Workloads in Unternehmen senken.
Diese Ankündigung folgt auf eine Erklärung von Nvidia und Microsoft im Juni, die darauf hinwies, dass Claude-Modelle bald „nativ“ auf den Nvidia GB300-Systemen von Azure laufen würden. Die Bereitstellung steht im Einklang mit dem wachsenden Interesse der Unternehmen an Agenten-KI-Anwendungen.
Der Start baut auf einer strategischen Partnerschaft auf, die im November 2025 gegründet wurde und in deren Rahmen sich Anthropic zum Kauf von Azure-Rechenkapazität im Wert von 30 Milliarden US-Dollar verpflichtete. Nvidia und Microsoft einigten sich darauf, 10 bzw. 5 Milliarden US-Dollar in Anthropic zu investieren.
Ursprünglich war das Rechenengagement von Anthropic auf eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt unter Verwendung der Grace Blackwell- und Vera Rubin-Systeme von Nvidia ausgelegt. Diese Partnerschaft ermöglichte Claudes Integration in die Copilot-Familie von Microsoft, zu der GitHub Copilot und Microsoft 365 Copilot gehören.
Im Oktober 2025 stellte Microsoft einen großen Azure-Cluster mit über 4.600 Nvidia GB300 Blackwell Ultra-GPUs bereit, der ursprünglich für die Inferenz-Workloads von OpenAI konzipiert war. Die erweiterten Funktionen des Clusters positionieren Azure als Multi-Modell-Plattform für Unternehmenskunden, wobei Claude von Anthropic nun die zweite große KI-Modellfamilie ist, die auf dieser Infrastruktur läuft.




