Kye-hyun Kyung, der ehemalige Leiter der Halbleiterabteilung von Samsung, hat einen optimistischen Ausblick auf die anhaltende RAM-Krise gegeben und deutet an, dass sich die Bedingungen bis Ende 2027 oder Anfang 2028 verbessern könnten. Kyung nannte eine Erhöhung der RAM-Produktionskapazität chinesischer Hersteller und eine mögliche Deflation im Bereich der künstlichen Intelligenz als Faktoren, die zu dieser Prognose beigetragen haben.
Während einer Grundsatzrede an der National Academy of Engineering of Korea erklärte Kyung: „Es besteht die Möglichkeit, dass sich der Markt ab der zweiten Hälfte des nächsten Jahres oder der ersten Hälfte des Jahres 2028 verändern wird, wenn das Speicherangebot ansteigt.“ Dies stellt eine deutliche Veränderung gegenüber früheren Prognosen dar, die davon ausgegangen waren, dass die RAM-Krise mindestens bis 2028 oder möglicherweise sogar bis 2030 andauern würde.
Kyung wies auch darauf hin, dass sinkende Renditen für Big-Tech-Investitionen im Vergleich zu in KI investiertem Kapital weitere Auswirkungen auf den RAM-Markt haben könnten. Er wies darauf hin, dass diese Dynamik die Korrektur des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bei RAM beschleunigen könnte. Trotz der positiven Aussichten haben große Speicherchiphersteller, darunter Samsung, vor der anhaltenden RAM-Krise gewarnt.
Die Kommentare spiegeln eine bemerkenswerte Abweichung von der vorherrschenden Stimmung unter Branchenführern wider, die weitgehend eine pessimistische Sicht auf die unmittelbare Zukunft des RAM-Marktes beibehalten haben. Während die RAM-Krise andauert, werden die Auswirkungen der gesteigerten Produktion und der veränderten Investitionsdynamik im KI-Sektor weiterhin genau beobachtet.
Kyungs Prognose ist zwar optimistischer, erfolgt jedoch vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken von Analysten hinsichtlich der Nachhaltigkeit des aktuellen KI-Booms und der allgemeinen Gesundheit des Speichermarktes.





