Meta hat gestartet eine neue Opt-in-Funktion von Facebook in Nordamerika, die künstliche Intelligenz nutzt, um die Fotobibliothek eines Benutzers auf dem Telefon zu scannen. Mit ausdrücklicher Genehmigung analysiert das Tool persönliche Medien, um KI-generierte Inhalte wie Collagen und Bildbearbeitungen für die potenzielle Weitergabe zu erstellen. Diese Funktion, die Meta Anfang 2024 getestet hat, soll Benutzern helfen, Inhalte in ihren eigenen Kamerarollen zu finden und zu nutzen. Nachdem ein Benutzer Zugriff gewährt hat, durchsucht die Anwendung die Fotobibliothek und generiert Vorschläge. Beispielsweise könnte die KI eine Collage mit Bildern aus einem kürzlichen Urlaub vorschlagen, eine visuelle Zusammenfassung einer Abschlussfeier zusammenstellen oder automatisierte Verbesserungen an vorhandenen Fotos vornehmen. Diese Kreationen werden dem Benutzer dann als gemeinsam nutzbarer Inhalt präsentiert.
Video: Meta
Bezüglich der Nutzung persönlicher Medien zur Modellentwicklung hat Meta konkrete Bedingungen für deren Nutzung dargelegt. Das Unternehmen gibt an, dass es die Kamerarollenmedien eines Benutzers nicht für KI-Schulungen verwenden wird, „es sei denn, Sie entscheiden sich dafür, diese Medien mit unseren KI-Tools zu bearbeiten oder zu teilen“. Wenn eine Person die KI-Bearbeitungsfunktionen der Plattform für ein Foto nutzt oder beschließt, eine vorgeschlagene Kreation zu teilen, kann dieses bestimmte Medium dann in die Daten integriert werden, die zum Trainieren der KI-Modelle von Meta verwendet werden.

Die von der KI generierten Vorschläge sind zunächst privat und nur für den Kontoinhaber sichtbar. Der Prozess zur Erstellung dieser Ideen umfasst die Auswahl und das Hochladen von Medien durch die Anwendung auf die Server des Unternehmens. Gemäß den Berechtigungen der Funktion wählt Facebook „Medien aus Ihrer Kamerarolle aus und lädt sie fortlaufend in unsere Cloud hoch, basierend auf Informationen wie Zeit, Ort oder Themen“. Trotz dieser Datenübermittlung hat Meta erklärt, dass die zu diesem Zweck hochgeladenen Medien nicht für die Anzeigenausrichtung verwendet werden. Da es sich um ein Opt-in-System handelt, müssen Benutzer aktiv ihre Einwilligung erteilen, damit die Funktion funktioniert. Nach der Aktivierung erscheinen die von der KI generierten Vorschläge in den Stories und im Haupt-Feed des Benutzers. Ein Benutzer, der die Funktion aktiviert, kann den Zugriff später jederzeit über die Kamerarolleneinstellungen in der Facebook-App widerrufen und deaktivieren. Die Funktion ist derzeit in den USA und Kanada verfügbar. Meta hat außerdem Pläne angekündigt, nach der Einführung in Nordamerika mit dem Testen in weiteren Ländern zu beginnen.





