Die Exekutive der Europäischen Union hat die kartellrechtliche Genehmigung für eine geplante 55-Milliarden-Dollar-Übernahme von Electronic Arts (EA) erteilt. Die Europäische Kommission erklärte, dass die Transaktion aufgrund ihrer begrenzten Auswirkungen auf relevante Märkte keine Wettbewerbsbedenken aufwerfen würde.
Die Kommission hat den Deal unter Federführung des Public Investment Fund Saudi-Arabiens im Rahmen ihres standardmäßigen Fusionsprüfungsverfahrens bewertet. Diese Akquisition umfasst die Produktion und den Vertrieb von PC-, Konsolen- und Mobilspielen sowie E-Sport-Events.
Diese Genehmigung stellt einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Abschluss der Übernahme dar. Allerdings prüft die Europäische Kommission das Abkommen noch immer, um sicherzustellen, dass es den Regeln für ausländische Subventionen entspricht. Die Entscheidungsfrist endet am 30. Juli.
Zusätzlich zur EU-Genehmigung erfordert die Übernahme die Genehmigung anderer Regulierungsbehörden, einschließlich des Ausschusses für Auslandsinvestitionen in den USA. Anfang des Jahres forderten Kongressabgeordnete die Federal Trade Commission dazu auf, eine gründliche Prüfung des Zusammenschlusses durchzuführen.
Wenn der Deal zustande kommt, würde der Public Investment Fund Saudi-Arabiens über 93 Prozent von EA kontrollieren. An der Übernahme wären auch die Private-Equity-Firmen Silver Lake und Affinity Partners beteiligt. Die EA-Aktionäre stimmten der Übernahme im Dezember zu.
Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, wäre dies der größte Leveraged Buyout in der Geschichte, wobei EA Schulden in Höhe von über 20 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Deals übernehmen würde.





