Das Start-up Panthalassa im US-Bundesstaat Washington entwickelt schwimmende Plattformen mit dem Namen Ocean-3, die Strom aus Meereswellen erzeugen, um KI-Rechenzentren auf See zu unterstützen. Diese Initiative zielt darauf ab, fossile Brennstoffe durch Meeresbewegungen zu ersetzen und dabei selbstfahrende Systeme zu nutzen, die ohne Anker oder Kabel funktionieren.
Jede Ocean-3-Plattform nutzt Wellenenergie zur Stromerzeugung, indem sie Wasser durch eine interne Turbine drückt. Der erzeugte Strom betreibt an Bord befindliche Computerhardware, die KI-Arbeitslasten verarbeitet und die Ergebnisse per Satellit an Land zurücküberträgt.
CEO Garth Sheldon-Coulson erklärte: „Der Ozean ist in Bezug auf die verfügbare Energiemenge wirklich unbegrenzt“ und prognostizierte, dass er zur billigsten Energiequelle werden werde. Der Ocean-3 funktioniert ähnlich wie ein schwimmender Staudamm, bei dem Wasser in einen Ballasttank geleitet wird, während sich die Plattform mit den Wellen hebt und senkt.
Mehrere Ocean-3-Einheiten können zusammen eingesetzt werden, um ein schwimmendes Rechenzentrum zu bilden, das keine Kohlenstoffemissionen verursacht und die lokalen Stromnetze entlastet. Da der Stromverbrauch landgestützter KI-Rechenzentren die CO2-Emissionen und die Betriebskosten in die Höhe treibt, sucht die Branche nach Alternativen.
Panthalassa baut bereits Ocean-3-Einheiten und strebt den Offshore-Betrieb bis August 2023 an. Das Unternehmen hat sich ausreichend private Mittel gesichert, da das Interesse von KI-Firmen, die nach saubereren Energiequellen suchen, weiter wächst. Sheldon-Coulson bemerkte: „Es ist wirklich aufregend, dass wir an etwas arbeiten, das genau zur richtigen Zeit entsteht.“
Es bestehen Herausforderungen, darunter potenzielle Salzwasserkorrosion, Biofouling und die Betriebszuverlässigkeit bei Sturmbedingungen. Satellitenverbindungen können auch zu Latenzproblemen führen und die Reparatur eines Generators im Meer könnte kostspielig sein. Trotz dieser Bedenken bietet der Ozean eine kontinuierliche Energieversorgung, mit der landgestützte Infrastrukturen nicht mithalten können.
Sheldon-Coulson kommentierte die Machbarkeit der Meeresenergie mit den Worten: „Wir halten sie für eine wirklich gute Alternative zu Rechenzentren an Land.“ Mit Plänen, in Zukunft Tausende von Ocean-3-Plattformen einzusetzen, verfolgt Panthalassa weiterhin eine nachhaltige Lösung, da die Nachfrage nach Rechenleistung weltweit steigt.




