Laut Bloomberg hat Uber 10 Prozent seines Kundendienstteams entlassen und führt die Kürzungen auf die Implementierung künstlicher Intelligenz (KI) im Betrieb zurück. Ein Uber-Sprecher erklärte, die Entlassungen zielen darauf ab, „den Betrieb zu vereinfachen, die persönliche Zusammenarbeit zu stärken und die KI weiterhin zu nutzen“. Die betroffene Abteilung Community Operations umfasst das globale Kundensupportnetzwerk von Uber in verschiedenen Unternehmen und Sprachen.
Megha Yethadka, Ubers Vizepräsidentin für globale Community-Operationen, teilte ihrem Team mit, dass die Organisation „zu komplex und isoliert“ geworden sei. Sie wies darauf hin, dass bei der KI zwar Fortschritte erzielt wurden, eine effektivere Organisationsstruktur jedoch erforderlich sei, um ihren Einsatz zu skalieren. Bloomberg machte keine Angaben zu den konkreten Anwendungen der generativen KI, die zum Stellenabbau führten.
Verbesserungen in der Sprach-KI haben eine natürlichere Kommunikation und ein besseres Verständnis der Kundenbedürfnisse ermöglicht. Neben den Entlassungen hat Uber im Rahmen seiner Rückkehr-in-den-Büro-Richtlinie Remote-Mitarbeiter angewiesen, in Zentralbüros umzuziehen. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, dass es aufgrund der Integration von KI-Technologien die Einstellung von Mitarbeitern verlangsamen werde.
Der Stellenabbau bei Uber folgt einem Trend bei Technologieunternehmen, die KI zur Umstrukturierung ihrer Abläufe nutzen. Im Juni kündigte Oracle den Abbau von 21.000 Stellen weltweit unter Berufung auf die Einführung von KI an. Snap entließ im April etwa 1.000 Mitarbeiter, angeblich um Stellen durch KI zu ersetzen. Meta hat außerdem kürzlich seine Belegschaft um 10 Prozent reduziert, was Auswirkungen auf 8.000 Arbeitsplätze hatte, und 7.000 Mitarbeiter in neue Abteilungen verlagert, die sich auf die KI-Entwicklung konzentrieren.





