Laut einer neuen Studie von First Street sind 79 % der weltweiten Rechenzentrumskapazität klimatischen Gefahren ausgesetzt, darunter Überschwemmungen, Waldbrände und starke Winde, während 54 % in Gebieten liegen, die chronischer Hitze oder Dürre ausgesetzt sind. Diese Situation wirft Bedenken hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit von Rechenzentren auf, da Unternehmen stark investieren, um den steigenden Anforderungen durch künstliche Intelligenz gerecht zu werden.
Der Bericht hebt hervor, dass steigende Temperaturen einen verstärkten Kühlaufwand in Rechenzentren erfordern, was zu einem höheren Strom- und Wasserverbrauch führt. Darüber hinaus können sich erhöhte Temperaturen negativ auf die Lebensdauer kritischer Komponenten in diesen Anlagen auswirken und das Risiko von Betriebsausfällen erhöhen.
Bestehende Rechenzentren sind Bedrohungen durch extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Stürme ausgesetzt, die elektrische Systeme und Netzwerkkonnektivität beeinträchtigen und möglicherweise zu Ausfällen führen können.
Eine separate Analyse des Versicherers MS Amlin ergab, dass 56 % der Neubauprojekte in katastrophengefährdeten Regionen platziert werden. Matthew Eby, CEO von First Street, stellte fest, dass „die meisten Underwriting-Aktivitäten für Sachwerte immer noch historische Daten verwenden, sich das Klima jedoch nicht mehr so verhält, wie es die historischen Aufzeichnungen vorhersagen würden.“
Angesichts steigender Material- und Betriebskosten versuchen Unternehmen zunehmend, ihre Ausgaben zu senken, indem sie ihren Campus in günstigeren, aber risikoreicheren Gegenden ansiedeln. First Street betont, dass das Klimarisiko zu einem bedeutenden Faktor wird, der die langfristige Wertentwicklung von Vermögenswerten beeinflussen könnte.
Das Unternehmen warnte davor, dass diese klimabedingten Risiken nicht nur die Stabilität des Nettobetriebsergebnisses, sondern auch die Nachhaltigkeit des Cashflows beeinträchtigen und zusätzliche Herausforderungen für die finanzielle Nachhaltigkeit von Rechenzentren mit sich bringen.





