Google zahlt SpaceX 920 Millionen US-Dollar pro Monat für KI-Rechenkapazität im Rahmen eines Deals, der sich über einen Zeitraum von 32 Monaten auf insgesamt etwa 30 Milliarden US-Dollar beläuft. Laut BNP Paribas-Analyst Stefan Slowinski deutet diese Vereinbarung auf gute Aussichten für Microsofts Azure-Cloud-Geschäft hin. Er stellt fest, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur das verfügbare Angebot in der gesamten Branche deutlich übersteigt.
Gemäß den in einem Zulassungsantrag vom 5. Juni veröffentlichten Bedingungen erhält Google ab Oktober 2026 Zugriff auf etwa 110.000 Nvidia-GPUs, die in SpaceX-Rechenzentren untergebracht sind, mit einer reduzierten Gebühr während einer Hochlaufphase bis September 2026. Google behält sich das Recht vor, den Vertrag zu kündigen, wenn SpaceX die vereinbarte GPU-Kapazität nicht bis zum 30. September 2026 liefert.
Der Vereinbarung von SpaceX mit Google folgt ein separater Vertrag mit Anthropic im Wert von 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat, der den gesamten jährlichen wiederkehrenden Umsatz von SpaceX mit KI-Computing auf etwa 26 Milliarden US-Dollar erhöht.
BNP Paribas behält die Kaufempfehlung für Microsoft mit einem Kursziel von 555 US-Dollar bei. Slowinski gab an, dass die Wachstumsrate von Azure auf den mittleren 40-Prozent-Bereich steigen könnte, wenn die Preise bei künftigen Vertragsverlängerungen steigen. Der Azure-Umsatz stieg im Märzquartal im Jahresvergleich um 40 % und übertraf damit die Prognose von Microsoft.
Microsoft meldete kommerzielle verbleibende Leistungsverpflichtungen in Höhe von 627 Milliarden US-Dollar, die die vertraglich vereinbarten künftigen Einnahmen widerspiegeln. Slowinski geht davon aus, dass das Wachstum von Azure in den kommenden Quartalen über 40 % bleiben wird, angetrieben durch die erhöhte Kapazität der KI-Infrastruktur. Er äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Preiserhöhungen für Azure aufgrund steigender Speicher- und CPU-Kosten, insbesondere bei KI-bezogenen Verträgen, die kurz vor der Verlängerung stehen.
Das sich verbessernde Feedback von Microsoft Copilot-Benutzern stützt Slowinskis Behauptung, dass der Markt das Wachstumspotenzial von Azure möglicherweise nicht vollständig erkannt hat.





