In Metas KI-App wurde Code für eine unveröffentlichte Gesichtserkennungsfunktion namens „NameTag“ entdeckt, wie Wired berichtet. Die Funktion ist mit der Datenbrille von Meta verknüpft, derzeit jedoch deaktiviert und für Kunden nicht zugänglich.
NameTag ist in der Lage, Gesichter zu erfassen und den Träger zu benachrichtigen, wenn es zuvor erfasste Gesichter erkennt. Ein Sicherheitsforscher gab an, dass der Code derzeit keine biometrischen Daten an die Server von Meta sendet. Frühere Versionen der Meta AI-App enthielten Schnittstellenelemente für NameTag, beispielsweise ein „Verbindungen“-Menü, das Benutzern helfen soll, sich an Personen zu erinnern, die sie getroffen haben.
Anonyme Quellen innerhalb von Meta bestätigten die Existenz der Funktion. Einem internen Memo zufolge erwägt das Unternehmen die Einführung von NameTag in politisch aufgeladenen Zeiten, um den Widerstand zivilgesellschaftlicher Gruppen abzumildern. Obwohl die Funktion Benutzern mit Sehbehinderungen Vorteile bei der Barrierefreiheit bieten könnte, wirft sie erhebliche ethische Bedenken auf.
Ryan Daniels, ein Meta-Sprecher, stellte klar, dass das Unternehmen Gesichtserkennungsfunktionen prüft, aber noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen hat. „Es wurde nichts an die Verbraucher versandt und es wurde noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, was hier zu tun ist, wenn überhaupt“, sagte Daniels. Er betonte, dass Meta keine zentrale Gesichtsdatenbank erstelle.
Meta nutzte zuvor die Gesichtserkennung zum Markieren von Fotos auf Facebook, stellte diese Funktion jedoch 2021 aus Datenschutzgründen ein. Im Jahr 2024 führte das Unternehmen die Gesichtserkennung auf Instagram und Facebook als Sicherheitstool zur Erkennung betrügerischer Anzeigen wieder ein. Trotz der Entdeckung des Codes gibt es keine Hinweise darauf, dass NameTag in zukünftige Meta-Datenbrillen integriert wird, wie sie beispielsweise mit Ray-Ban oder Oakley entwickelt wurden.





