Meta wirft seiner streng überwachten Belegschaft einen absoluten Knochen ab. Laut The Information ändert der Technologieriese sein Programm zur Mitarbeiterverfolgung, das euphemistisch Model Capability Initiative (MCI) genannt wird, um Arbeitnehmern eine atemberaubende 30-minütige Pause von der digitalen Überwachung zu ermöglichen, um sich um „persönliche Angelegenheiten“ zu kümmern. Seien Sie jedoch nicht zu aufgeregt, denn die vollständige Abmeldung bleibt ein Luxus, der nur wenigen vorbehalten ist, etwa Remote-Mitarbeitern mit schlechter Internetbandbreite oder solchen, die an Standorten ohne zuverlässige Stromversorgung festsitzen.
Für den Rest des Unternehmens bleibt Zuckerbergs Augen offen. Die täglichen Aktivitäten der meisten Meta-Mitarbeiter werden weiterhin protokolliert, um die Modelle der künstlichen Intelligenz des Unternehmens zu trainieren. Aber Lob gebührt dem Lob: Meta hörte tatsächlich auf die Beschwerden der Mitarbeiter darüber, dass die Tracking-Software die Akkus ihrer Laptops aggressiv entleerte. Anstatt den Tracker auszuschalten, haben sie lediglich seinen Code aktualisiert, sodass er Benutzerdaten viel effizienter abruft.
Es überrascht nicht, dass die MCI-Einführung heftigen internen Protesten und intensiver Prüfung ausgesetzt war. Laut Reuters wurde das Programm unmittelbar nach der Entlassung von 8.000 Mitarbeitern durch Meta und der Neuzuweisung anderer in anspruchsvolle KI-Rollen eingeführt.
CEO Mark Zuckerberg verteidigte die Datenerfassungsinitiative während eines unternehmensweiten Treffens und betonte, dass die Verfolgung jeder Bewegung der Mitarbeiter die einzige Möglichkeit sei, die KI-Entwicklung schnell zu verbessern. In einem klassischen Schachzug eines Tech-Milliardärs rechtfertigte er das invasive Tracking mit aggressiven Komplimenten an seine Mitarbeiter und erklärte, dass die durchschnittliche Intelligenz der Meta-Mitarbeiter „deutlich höher sei als die durchschnittliche Gruppe von Leuten, die man für die Erledigung von Aufgaben gewinnen kann“.
Zuckerberg möchte außerdem, dass jeder weiß, dass es sich hierbei definitiv nicht um Leistungsverfolgung oder Unternehmensspionage handelt. Stattdessen saugt das Unternehmen einfach eine große Menge interner Daten auf, damit die KI genau untersuchen kann, wie hochqualifizierte menschliche Mitarbeiter Computer nutzen. Wenn dieser Prozess gut verläuft, versprach Zuckerberg, dass die Mitarbeiter in naher Zukunft mit zahlreichen ähnlichen Initiativen rechnen können.





