Starbucks wird sein KI-Bestandsverwaltungsprogramm nach neun Monaten Betriebszeit einstellen. Die im September 2025 für nordamerikanische Geschäfte eingeführte Software „Automated Counting“ sollte die Effizienz der Bestandsverfolgung verbessern.
Das in Zusammenarbeit mit NomadGo entwickelte Programm ermöglichte es Mitarbeitern, mit mobilen Geräten Artikel in Regalen zu scannen und den Zählvorgang für Produkte wie Milch und Sirup zu automatisieren. Allerdings hatte das Tool Berichten zufolge mit der Genauigkeit zu kämpfen, da es häufig zu falschen Etikettierungen und falschen Zählungen von Artikeln kam, darunter auch zur Verwechslung ähnlicher Milchsorten und zum Fehlen derselben.
Ein in einen Blogbeitrag vom September eingebettetes Video zeigte, dass das System während eines Testscans eine Flasche Pfefferminzsirup nicht erkannte, was auf schwerwiegende Betriebsmängel hindeutet. Chief Technology Officer Deb Hall Lefevre hatte zuvor im selben Beitrag für das Tool geworben und behauptet, es würde die Lagerbestandstransparenz verbessern und den Kundenservice verbessern. Der Blog wurde später gelöscht.
Als Folge der Einstellung werden die Mitarbeiter, die bei Starbucks als „Partner“ bezeichnet werden, auf die manuelle Bestandszählung für Getränkekomponenten und Milch zurückgreifen. In einem unternehmensinternen Newsletter wurde die Rückkehr zu manuellen Prozessen angekündigt und die Mitarbeiter zeigten sich erleichtert über die Änderung. Ein Mitarbeiter kommentierte: „Danke, dass Sie die automatische Zählung eingestellt haben! Der Gedanke dahinter war großartig, aber die Umsetzung erwies sich als schwierig.“




