Anthropic testet eine persistente Agentenplattform namens Conway, die darauf abzielt, Claude in eine ständig aktive autonome Umgebung zu verwandeln. Diese Entwicklung, über die TestingCatalog erstmals am 1. April berichtete, deutet auf eine deutliche Veränderung in der Funktionsweise des Claude-Tools hin.
Claude Conway will arrive with Extensions 👀
"Install custom tools, UI Tabs, and context handlers."
What do you think these CNW ZIPs will be capable of doing? https://t.co/Ng1HSORQrB pic.twitter.com/SBOfhk1T34
— TestingCatalog News 🗞 (@testingcatalog) April 2, 2026
Conway fungiert als Seitenleistenoption innerhalb der Benutzeroberfläche von Anthropic und stellt eine spezielle Webseite bereit, die als „Conway-Instanz“ bekannt ist. Diese Plattform führt eine eigene Schnittstelle mit drei Kernbereichen ein: Suche, Chat und System, die erweiterte Funktionalitäten ermöglicht.
Die Conway-Plattform kann Claude Code ausführen, externe Webhooks unterstützen, mit Chrome interagieren und Benachrichtigungen senden. Ein spezieller Abschnitt für Webhooks ermöglicht es externen Diensten, die Instanz mithilfe öffentlicher URLs zu aktivieren, ergänzt durch Umschalter auf Serviceebene zur Steuerung von Triggern.
Anthropic entwickelt außerdem einen Bereich „Erweiterungen“ in den Einstellungen „Verwalten Sie Ihre Conway-Instanz“. In diesem Bereich können Benutzer benutzerdefinierte Tools, UI-Registerkarten und Kontexthandler installieren. Es unterstützt abgelegte .cnw.zip-Dateien, ein neues Format für Erweiterungen, das Add-ons von Drittanbietern ermöglichen kann, was TestingCatalog als eine Ökosystem-Erweiterungsfunktion ähnlich einem „App Store“ beschrieb.
Die Einstellungsseite verweist außerdem auf Connectors und Tools und stellt verbundene Clients und die bereitgestellten Tools vor. Dazu gehört eine Option für Claude in Chrome, eine direkte Verbindung zu Conway herzustellen.
Diese Ankündigung folgt auf ein bedeutendes Quellcodeleck am 31. März, bei dem Anthropic unbeabsichtigt den vollständigen Quellcode für Claude Code veröffentlichte, der rund 500.000 Zeilen TypeScript umfasst. Dieses Leck enthüllte 44 versteckte Feature-Flags, die auf unveröffentlichte Funktionalitäten wie Hintergrundagenten, Multi-Agenten-Koordination und geplante Aufgaben hinweisen.
Anthropic gab an, dass das Leck auf ein Problem mit der Release-Verpackung zurückzuführen sei, das durch menschliches Versagen verursacht worden sei, und stellte klar, dass es sich nicht um eine Sicherheitsverletzung handele. Im Falle einer Veröffentlichung würde die Conway-Plattform eine der ehrgeizigsten Initiativen von Anthropic darstellen und das Unternehmen möglicherweise in engere Konkurrenz zu Unternehmen wie OpenAI bringen und gleichzeitig eine native Erweiterungsschicht und eine tiefere Integration mit Claude bieten.





