Amazon gab am Dienstag bekannt, dass Alexa+, sein verbesserter KI-gestützter Assistent, in die Amazon Music-App für iOS- und Android-Geräte integriert wird. Diese Funktion gilt für alle Amazon Music-Abonnementpläne, beschränkt den Zugriff jedoch auf Benutzer, die bei Alexa+ Early Access registriert sind. Benutzer aktivieren es, indem sie auf die Schaltfläche „a“ in der unteren rechten Ecke tippen und in das eingebaute Mikrofon des Telefons sprechen, was einen konversativen Ansatz zum Entdecken von Musik ermöglicht. Die Integration bietet Funktionen, die über die Grundbefehle der ursprünglichen Alexa hinausgehen, und fördert den natürlichen Dialog bei musikbezogenen Anfragen. Benutzer stellen detaillierte Fragen zu Künstlereinflüssen oder Songbedeutungen und erhalten Antworten, die das Verständnis vertiefen. Der Assistent identifiziert beispielsweise Titel aus gemerkten Liedtexten oder Filmauftritten und vereinfacht so das Abrufen unbekannter Lieder. Dieses Design unterstützt die Erkundung von Musik auf eine Weise, die menschliche Gespräche nachahmt, und ermöglicht Folgefragen zur Klärung oder Erweiterung. Alexa+ generiert personalisierte Playlists basierend auf spezifischen Benutzeranfragen und passt sich dabei den in natürlicher Sprache ausgedrückten Präferenzen an. Ein Beispiel des Unternehmens ist die Aufforderung: „Erstellen Sie eine Playlist mit Hits aus den 2010er Jahren, die mich schnell vorantreiben, beginnend mit einem Titel von Nicki Minaj.“ Diese Anfrage führt zu einer kuratierten Auswahl, die mit einem bestimmten Lied beginnt und sich mit energiegeladenen Titeln aus diesem Jahrzehnt fortsetzt. Ein weiteres Beispiel zeigt die Vielseitigkeit: „Können Sie neue Musik empfehlen, die mich meiner 13-jährigen Tochter cool erscheinen lässt, ohne sich zu sehr anzustrengen?“ Hier schlägt Alexa+ zeitgenössische Künstler und Titel vor, die ein jugendliches Publikum ansprechen und gleichzeitig dem Wunsch des Benutzers entsprechen, mühelos aktuell zu wirken. Weitere Beispiele veranschaulichen praktische Anwendungen, beispielsweise die Identifizierung spezifischer Medienelemente. Die Frage „Welches Lied wird im Vorspann von „Die Sopranos“ gespielt?“ fordert Alexa+ auf, den Titel „Woke Up This Morning“ von Alabama 3 zu benennen und liefert so einen Kontext zu seiner Rolle in der Serie. Diese Interaktionen unterstreichen die Fähigkeit des Assistenten, Nischenreferenzen zu verarbeiten und auf eine breite Wissensbasis zurückzugreifen, um Benutzer mit relevanter Musik zu verbinden. Amazon stellte Alexa+ erstmals im Februar während seiner jährlichen Hardware-Veranstaltung vor und präsentierte es als ein frühes verbraucherorientiertes KI-Agent-Tool. Über die Musik hinaus führt der Assistent Aufgaben im Namen der Benutzer aus, darunter die Buchung von Restaurantreservierungen über integrierte Dienste und die Bestellung von Lebensmitteln über Partnerhändler. Diese Funktionalität erweitert ihren Nutzen auf alltägliche Aktivitäten und nutzt KI, um Aktionen zu rationalisieren, die zuvor mehrere Schritte erforderten. Alexa+ befindet sich derzeit in der frühen Entwicklung und hat durch das Early Access-Programm mehr als eine Million Nutzer erreicht. Amazon-Daten deuten darauf hin, dass Hörer, die die Funktion in der Musik-App nutzen, Songs dreimal ausführlicher erkunden als bei Interaktionen mit dem ursprünglichen Assistenten. Darüber hinaus hören Nutzer, die Empfehlungen über Alexa+ suchen, insgesamt fast 70 Prozent mehr Musik, was auf eine stärkere Interaktion mit dem Katalog der Plattform zurückzuführen ist. Dieser Rollout erfolgt parallel zur Integration von ChatGPT in seinen Dienst durch Spotify, was Amazon in die Lage versetzt, seine KI-Fortschritte beim Musik-Streaming hervorzuheben. Amazon Music bietet bereits mehrere KI-Verbesserungen, wie zum Beispiel wöchentliche Playlists, die von Algorithmen der künstlichen Intelligenz generiert werden, die Hörgewohnheiten analysieren. Die KI-gestützte Suche verfeinert die Ergebnisse auf der Grundlage kontextbezogener Abfragen und verbessert so die Genauigkeit für unterschiedliche Anfragen. Der „Explore“-Modus befasst sich mit Details zu Lieblingskünstlern und bietet biografische Notizen, Diskografien und zugehörige Empfehlungen, um das Wissen des Benutzers zu erweitern.





