Facebook gab am Mittwoch bekannt, dass es sein Creator Studio-Tool als eigenständige KI-Begleit-App umgestaltet, die YouTubern dabei helfen soll, ihr Publikum auf der Plattform zu vergrößern. Mit diesem Schritt soll das Engagement der YouTuber angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch TikTok und YouTube aufrechterhalten werden.
Die Initiative zielt auch darauf ab, die Abhängigkeit von Tools von Drittanbietern wie ChatGPT für das Brainstorming von Inhaltsideen und die Leistungsanalyse zu verringern. Die neue App, die derzeit mit ausgewählten YouTubern getestet wird, wird den kürzlich von Facebook eingeführten KI-Creator-Assistenten enthalten, der personalisierte Empfehlungen basierend auf Inhaltsstil, Publikumsengagement und Leistungsmetriken bietet.
Ersteller profitieren von schnellen Antworten auf häufig gestellte Fragen wie „Wann sollte ich posten?“ und „Was sagen die Leute in meinen Kommentaren?“ Der KI-Assistent unterstützt Folgeanfragen und ermöglicht so eine tiefergehende Analyse von Zielgruppenveränderungen im Laufe der Zeit.
Zusätzlich zum KI-Assistenten verfügt die Creator Studio-App über ein KI-gestütztes Kommentartool, das wichtige Kommentare und Antwortentwürfe im Tonfall des Erstellers hervorhebt. Laut Facebook können Ersteller Entwürfe vor dem Posten überprüfen und bearbeiten.
Wenn sich die Ersteller jeden Tag bei der App anmelden, werden sie auf einen Feed stoßen, der die täglichen Prioritäten anzeigt, einschließlich Leistungsbewertungen der letzten Beiträge, Zielverfolgung und Kommentare, die Antworten erfordern.
Die Ankündigung vom Mittwoch trägt zu Metas jüngster Reihe von App-Starts bei. Letzten Monat stellte das Unternehmen eine eigenständige App für Facebook-Gruppen namens Forum vor, die ähnlich wie Reddit funktioniert. Im April startete Meta Instants, eine App zum Teilen verschwundener Fotos mit Instagram-Freunden.
Darüber hinaus berichtete die New York Times am Dienstag, dass Meta intern eine Polymarket-ähnliche App mit dem Namen „Arena“ entwickelt, die jedoch noch nicht veröffentlicht wurde. Das Wall Street Journal berichtete im April außerdem, dass CEO Mark Zuckerberg seinen Mitarbeitern mitgeteilt habe, dass KI-gestützte Effizienzsteigerungen die Entwicklung von mehr Apps ermöglichen würden, als bisher möglich war.





