MIT-Wissenschaftler haben ein neues Verfahren zur Lithiumextraktion entwickelt, das billiger und umweltfreundlicher als bestehende Techniken ist. Dieser Fortschritt könnte die Abhängigkeit von Chinas Lithiumgewinnungsmethoden verringern, die den Weltmarkt dominieren.
Das neue Verfahren entstand aus einem Badezimmerrenovierungsprojekt von Professor Yet-Ming Chiang, der sich von einer Glasätzcreme inspirieren ließ, die Kieselsäure auflöst. Das Team entwarf eine flüssige Lösung zum Auflösen der in Spodumen, dem am häufigsten vorkommenden Lithiummineral, enthaltenen Kieselsäure und entwickelte zusätzliche Raffinationstechniken zur Gewinnung von Lithium und Aluminium.
Dieser Extraktionsprozess läuft bei Raumtemperatur ab und kostet etwa die Hälfte der derzeitigen Methoden. Die flüssige Lösung kann mehrfach wiederverwendet werden, wodurch Abfall reduziert wird, während übrig gebliebenes Material in nützliche Produkte umgewandelt werden kann.
Chiang erklärte: „Wir glauben, dass dieser Ansatz die energieeffizienteste und kostengünstigste Möglichkeit ist, Lithium nicht nur aus Hartgestein, sondern auch von Zeit zu Zeit zu gewinnen. Das ist es, was uns motiviert, dies zu skalieren. Es wird die Energiewende durch Batterien ermöglichen, die Lithium nutzen.“
Die Innovation hat das Potenzial, die Lithiumproduktionslandschaft weltweit neu zu positionieren. Derzeit erfordert die Gewinnung von Lithium das Erhitzen von Gesteinen auf über 1.000 Grad Celsius, ein Prozess, der viel Energie verbraucht und viel Abfall erzeugt. China hat in der Vergangenheit die hohen finanziellen und ökologischen Kosten, die mit dieser Gewinnung in großem Maßstab verbunden sind, auf sich genommen.
Der Chemiker Camden Hunt, ein weiterer an dem Projekt beteiligter Forscher, kommentierte: „Unsere zentrale These lautet: Wenn Sie einen einfacheren Weg finden, das Gestein zu knacken, Lithium herauszubekommen und Lithiumsalze in Batteriequalität herzustellen, können Sie den Lithiummarkt verändern.“
Diese neue Methode eröffnet Möglichkeiten für eine verbesserte Lithiumverfügbarkeit in Regionen wie den Vereinigten Staaten, Europa und Australien, wo erhebliche Lithiumreserven vorhanden sind, diese jedoch aufgrund der Herausforderungen der Gewinnung noch nicht ausreichend genutzt werden.





