Jensen Huang, CEO von Nvidia, hat die Verbreitung von „Weltuntergangswarnungen“ in Bezug auf künstliche Intelligenz scharf kritisiert und argumentiert, dass ein solcher Pessimismus notwendige Investitionen in die KI-Sicherheit entmutige und den öffentlichen Diskurs schädige. Im Podcast „No Priors“ stellte Huang fest, dass das Jahr 2025 von einem „Kampf der Erzählungen“ geprägt sei, in dem negative Science-Fiction-Szenarien dominierten, was er als wenig hilfreich für die Industrie, die Regierungen und die Gesellschaft insgesamt bezeichnete.
Huang warnte auch vor einer „Regulierungsvereinnahmung“ und deutete an, dass Tech-CEOs, die sich für eine strenge staatliche Aufsicht einsetzen, wahrscheinlich eher aus Eigeninteresse als aus dem Gemeinwohl heraus handeln. Obwohl er keine konkreten Personen nannte, scheinen sich seine Kommentare an Persönlichkeiten wie Sam Altman und Elon Musk von OpenAI zu richten, die zuvor eine strenge KI-Regulierung gefordert hatten. Huang widersprach auch öffentlich dem CEO von Anthropic, Dario Amodei, hinsichtlich der Vorhersagen, dass KI eine erhebliche Zahl von Angestelltenjobs eliminieren wird.
Laut Huang ist die überwiegende Fokussierung auf „Ende der Welt“-Szenarien kontraproduktiv, weil sie die Menschen davon abhält, in genau die Technologien zu investieren, die KI-Systeme sicherer und nützlicher machen würden. Seine Kommentare stimmen mit ähnlichen Ansichten von Microsoft-CEO Satya Nadella überein, der kürzlich ein neues Gleichgewicht in der Art und Weise forderte, wie Menschen mit kognitiven Werkzeugen interagieren. Ein Sprecher von Nvidia lehnte es ab, weitere Kommentare zu Huangs Aussagen abzugeben.





