Perplexity erweitert die Reichweite seines KI-gestützten Browsers und macht Comet Android-Nutzern weltweit zugänglich. Das Unternehmen hat die mobile Version im Google Play Store veröffentlicht, sodass sie kostenlos heruntergeladen werden kann und nach Monaten der schrittweisen Einführung den Desktop- und iOS-Editionen gleichgestellt ist.
Comet tauchte diesen Sommer erstmals als Vorteil auf, der ausschließlich den Pro-Abonnenten von Perplexity für 200 US-Dollar pro Monat vorbehalten war – ein steiler Einstiegspunkt, der die Ambitionen des Unternehmens signalisierte, ein erstklassiges, KI-natives Surferlebnis zu schaffen. Diese Exklusivität hielt nicht lange an. Perplexity hat den Browser letzten Monat für alle Benutzer geöffnet, und der heutige Android-Start vervollständigt den Plan des Unternehmens, Comet auf allen Plattformen allgemein zugänglich zu machen.
Die Android-Version spiegelt den anderswo verfügbaren Funktionsumfang wider. Benutzer erhalten vollen Zugriff auf den KI-Assistenten von Perplexity, Echtzeitzusammenfassung für Suchergebnisse und freihändige Interaktion über Sprachabfragen. Comet ist so konzipiert, dass es sich eher wie ein aktiver Recherchebegleiter verhält als wie ein herkömmlicher Browser: Anstatt eine Linkliste zurückzugeben, synthetisiert es Informationen, beantwortet Folgefragen und behält den Kontext über Sitzungen hinweg bei. Perplexity sieht darin eine Möglichkeit, die Informationsbeschaffung zu optimieren, insbesondere auf Mobilgeräten, auf denen Multitasking eingeschränkt ist.
Aber Perplexity hat sich auch deutlich zum Geschäftsmodell hinter Comet geäußert. Der Browser ist eine Datenerfassungsstrategie. Indem das Unternehmen Benutzer davon überzeugt, in einer von Perplexity kontrollierten Umgebung zu surfen, kann es umfassendere Verhaltenssignale sammeln – wonach Menschen suchen, was sie anklicken, wo sie Zeit verbringen – und diese Daten nutzen, um Anzeigen effizienter auszurichten. Die Taktik spiegelt das wider, was etablierte Technologiegiganten seit Jahren praktizieren, aber der Rahmen ist transparenter, als die meisten Unternehmen zugeben wollen.
Diese Transparenz hat die Bedenken nicht gemildert. Amazon hat bereits Einwände erhoben, insbesondere hinsichtlich der Interaktion von KI-generierten Zusammenfassungen und Einkaufsvorschlägen mit Produktmarktplätzen. Einzelhändler befürchten, dass KI-gesteuerte Browsing-Ebenen Suchrankings verzerren, die Markenplatzierung beeinträchtigen oder Kunden zu Drittanbietern lenken könnten, die sie nicht sehen wollten. Für Amazon – ein Unternehmen, das stark auf die Steuerung der Customer Journey angewiesen ist – stellt ein KI-Browser zwischen Käufer und Marktplatz ein echtes Wettbewerbsrisiko dar.





