Die Europäische Kommission hat gestartet die Pilotphase eines neuen virtuellen Instituts, „RAISE – the Resource for Artificial Intelligence Science in Europe“, um die KI-Entwicklung und ihre Anwendung in der wissenschaftlichen Forschung zu beschleunigen. Die Ankündigung wurde heute auf dem European AI in Science Summit in Kopenhagen von Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen und Kommissarin Ekaterina Zaharieva gemacht. RAISE ist eine Flaggschiffinitiative der Europäischen Strategie für künstliche Intelligenz in der Wissenschaft und zielt darauf ab, Kernressourcen aus der gesamten EU zu bündeln und zu koordinieren. Dazu gehören Rechenleistung, strategische Daten, Forschungsfinanzierung und Talent. Ziel ist es, wissenschaftliche Durchbrüche in Bereichen voranzutreiben, die von verbesserten Krebsbehandlungen über die Lösung von Umweltproblemen bis hin zur Vorhersage der Auswirkungen von Erdbeben reichen. Die Pilotphase von RAISE wird im Rahmen des Horizon Europe-Programms mit 107 Millionen Euro gefördert. Zu den wichtigsten Bestandteilen der Initiative gehört die Sicherung dedizierter Zugangszeit für Forscher zu „AI Gigafactories“, unterstützt durch einen 600-Millionen-Euro-Beitrag von Horizon Europe und in Zusammenarbeit mit dem EuroHPC JU. Im Rahmen des Pilotprojekts werden außerdem 75 Millionen Euro für Exzellenznetzwerke und Doktorandennetzwerke bereitgestellt, um KI- und wissenschaftliche Talente auszubilden und anzuziehen. Als Teil dieser umfassenderen Strategie will die Kommission die jährlichen Investitionen von Horizon Europe in KI auf über 3 Milliarden Euro verdoppeln. Auf dem Gipfel wurde auch der erste Schritt des Pilotprojekts vorgestellt, eine 3 Millionen Euro teure Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahme. Diese Aktion wird sich darauf konzentrieren, Europas KI-in-Wissenschafts-Gemeinschaft zu verbinden und zu vernetzen, um die Entwicklung von RAISE zu steuern. Im Anschluss an das Pilotprojekt wird die Kommission mit EU-Mitgliedstaaten und Interessenträgern des Privatsektors zusammenarbeiten, um RAISE weiterzuentwickeln und seine langfristige Nachhaltigkeit sicherzustellen, mit Plänen, es in den nächsten langfristigen EU-Haushalt für 2028–2034 zu integrieren.





