Anthropic-CEO Dario Amodei kritisierte am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos öffentlich die US-Regierung und die Chiphersteller dafür, dass sie den Verkauf von Nvidia H200-Chips und AMD-Chiplinien an chinesische Kunden genehmigt hatten. Die US-Regierung hob letzte Woche ein früheres Verbot auf und genehmigte den Verkauf von Hochleistungs-KI-Chips. Nvidia ist ein bedeutender Investor von Anthropic angekündigt zwei Monate zuvor eine Investition von bis zu 10 Milliarden US-Dollar sowie eine Technologiepartnerschaft zur Optimierung ihrer jeweiligen Technologien. Amodei zeigte sich skeptisch gegenüber der Entscheidung. Er erklärte, dass die USA bei der Herstellung von Chips über mehrere Jahre hinweg einen Vorsprung vor China hätten. Amodei warnte vor „unglaublichen Auswirkungen auf die nationale Sicherheit“, die mit KI-Modellen verbunden seien, die Kognition und Intelligenz repräsentieren, und verglich zukünftige KI mit einem „Land der Genies in einem Rechenzentrum“, das von einer einzigen Nation kontrolliert werde. Er verglich die Chipverkäufe mit dem „Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea“ und bewarb gleichzeitig den Gehäusehersteller. Anthropic, das auf Microsoft-, Amazon- und Google-Servern läuft und auf Nvidia-GPUs als Antrieb für seine KI-Modelle setzt, hat sich eine Finanzierung in Milliardenhöhe gesichert und verfügt über einen Wert von mehreren hundert Milliarden. Sein Codierungsassistent Claude gilt als erstklassiges KI-Codierungstool für komplexe, reale Projekte.





