Anthropisch erweitert seine Agenten-KI-Reihe mit dem Debüt von Cowork, einem Tool, das entwickelt wurde, um die anspruchsvollen Funktionen von zu nutzen Claude Code einem viel breiteren, weniger technischen Publikum zugänglich machen. Cowork ist direkt in die Claude Desktop-App integriert und dient als leichter zugänglicher Einstiegspunkt für Benutzer, die die Leistung eines KI-Agenten nutzen möchten, ohne durch Befehlszeilenschnittstellen oder komplexe virtuelle Umgebungen navigieren zu müssen.
Das Tool basiert auf einer einfachen, aber effektiven Prämisse: Benutzer legen einen bestimmten lokalen Ordner fest, der als „Arbeitsbereich“ fungiert. Sobald die Erlaubnis erteilt wurde, kann Claude Dateien innerhalb dieser Partition basierend auf Anweisungen, die über die Standard-Chat-Schnittstelle bereitgestellt werden, selbstständig lesen, analysieren oder ändern. Dieses Setup bietet eine Sandbox-Umgebung, in der die KI eine Reihe von Aktionen unabhängig ausführen kann und im Wesentlichen als Allzweckagent fungiert.
Die Entscheidung von Anthropic, Cowork zu entwickeln, wurde vom Benutzerverhalten bestimmt. Viele Abonnenten nutzten den entwicklerorientierten Claude Code bereits für nicht programmierende Aufgaben wie die Verwaltung von Medienbibliotheken, das Scannen von Social-Media-Inhalten oder die Analyse von Transkripten. Indem Anthropic Cowork auf demselben Claude Agent SDK aufbaut, auf dem auch sein Vorgänger basiert, orientiert sich Anthropic an einer Zukunft, in der KI komplexe, mehrstufige Verwaltungsabläufe abwickelt. Die hervorgehobenen Anwendungsfälle umfassen alles von der automatischen Zusammenstellung von Spesenabrechnungen über einen Ordner mit Quittungsfotos bis hin zu einer ausgeklügelten Dateiorganisation.
Derzeit befindet sich Cowork in einer Forschungsvorschauphase und ist exklusiv für Claude Max-Abonnenten, während für diejenigen mit anderen Plänen eine Warteliste eröffnet wurde.
Trotz der Produktivitätssteigerungen macht Anthropic die inhärenten Risiken autonomer Agenten transparent. Da Cowork ohne ständige Bestätigung des Benutzers mehrere Aktionen ausführen kann, warnt das Unternehmen ausdrücklich vor den Gefahren einer sofortigen Injektion oder einer versehentlichen Dateilöschung, wenn die Anweisungen vage oder widersprüchlich sind. Anthropic betont, dass diese Risiken zwar nicht neu sind, aber an Bedeutung gewinnen, wenn Benutzer von einfachen Gesprächen zu fortschrittlichen Tools übergehen, die direkt mit ihren Dateisystemen interagieren.
Seit dem Kommandozeilen-Debüt von Claude Code Ende 2024 ist das Unternehmen dazu übergegangen, diese Funktionen in vertrautere Umgebungen zu integrieren, einschließlich einer Webschnittstelle im Oktober 2025 und einer Slack-Integration im Dezember 2025, was die klare Absicht signalisiert, den Markt für Unternehmens-KI-Agenten zu dominieren.





