Alibaba stellte diese Woche auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seine Qwen-Serie als offene Modellfamilie vor, ein Schritt, der bereits die Entwicklung von über 100.000 abgeleiteten Modellen auf Plattformen wie Hugging Face vorangetrieben hat. Diese Entwicklung unterstreicht den großen Vorstoß chinesischer Technologieunternehmen, im Bereich Open-Source-Künstliche Intelligenz führend zu werden. An der Veranstaltung, die am 10. Januar endete, nahmen mehr als 1.000 chinesische Firmen teil. Neben Alibaba stellte das chinesische Forschungslabor DeepSeek sein R3-Argumentationsmodell unter einer offenen Lizenz vor und unterstrich damit den Wandel hin zur kollaborativen Entwicklung weiter.
Daten aus einer Stanford-Analyse zeigen, dass Alibabas Qwen-Familie im September 2025 Metas Llama als am häufigsten heruntergeladene Sprachmodellfamilie auf Hugging Face überholt hatte. Zu diesem Zeitpunkt basierten 63 Prozent aller neuen Feinabstimmungsmodelle auf chinesischen Grundlagenmodellen. Dieser „Open-Weight“-Ansatz ermöglicht es Entwicklern, trainierte Parameter zu ändern, selbst wenn der Trainingscode proprietär bleibt. Eine Methode, die jetzt von Robotikunternehmen wie Unitree und Agibot für komplexe Aufgaben in Industrie- und Heimumgebungen übernommen wird.
Jensen Huang, CEO von Nvidia, unterstützte diesen Trend in seiner Keynote und erklärte, dass offene Innovation dafür sorgt, dass sich die KI-Technologie verbreitet, ohne dass jemand zurückbleibt. Im Rahmen der Veranstaltung fand auch die CES Asia Night statt, bei der Führungskräfte aus den USA und Asien über grenzüberschreitendes Wachstum diskutierten, darunter Partnerschaften zwischen Dolby Laboratories und den chinesischen Herstellern Hisense und TCL. Darüber hinaus trug Nvidia zum offenen Ökosystem bei, indem es seine Alpamayo-Modelle für autonome Fahrzeuge und Aktualisierungen seines Cosmos-Grundmodells für physische KI-Anwendungen ankündigte.





