Lenovo angekündigt Qira, ein geräteübergreifender KI-Assistent für seine Computer und Motorola-Smartphones, am Dienstagabend. Der Assistent wird später in diesem Quartal eingeführt und arbeitet auf Systemebene. Er bleibt immer präsent, ohne dass Benutzer ihn öffnen oder zu ihm wechseln müssen. Qira schweigt, wenn Nutzer seine Funktionen nicht benötigen. Lenovo gibt an, dass der Assistent zeitweise proaktive Vorschläge macht. Für Vielnutzer entwickelt das maschinelle Lernsystem ein „lebendiges Modell“ der Welt des Nutzers. Laut Lenovo erfasst dieses Modell Kontext, Kontinuität und persönliche Muster im Zeitverlauf. Der Assistent übernimmt Aufgaben wie das Verfassen von E-Mails. Es transkribiert Besprechungen und übersetzt sie. Qira bietet auch Zusammenfassungen von Inhalten, die Benutzer möglicherweise verpasst haben. Diese Funktionen stimmen mit den Funktionen anderer KI-Assistenten auf dem Gerät überein. Lenovo verwendet für Qira eine Hybridarchitektur, die der Verarbeitung auf dem Gerät Priorität einräumt. Das Unternehmen wird keine Kundendaten ohne Zustimmung des Benutzers sammeln. „Jeder Aspekt des Lenovo Qira-Erlebnisses ist auf Sicherheit, Ethik und Verantwortung ausgelegt“, erklärt Lenovo. „Es ist immer präsent“, sagt Lenovo und beschreibt die Integration auf Systemebene von Qira auf seinen Geräten und Motorola-Smartphones. Dieses Setup ermöglicht einen nahtlosen Zugriff über Plattformen hinweg ohne zusätzliche Benutzeraktionen zur Aktivierung des Assistenten. Bei den an Lenovo gerichteten Anfragen wurden Einzelheiten zu Qiras Interaktionen mit Copilot und Gemini auf Lenovo-PCs und Motorola-Smartphones abgefragt. Die Fragen befassten sich auch mit möglichen Erweiterungen der Geräteverarbeitungslasten durch den neuen Assistenten. Lenovo hat auf diese Anfragen noch nicht geantwortet. Laut einem Bericht von Newcomer vom April erreichte Copilot im Jahr 2024 etwa 20 Millionen wöchentliche Nutzer, wobei die Nutzung stagnierte. Im gleichen Zeitraum wuchs ChatGPT auf 400 Millionen wöchentliche Nutzer. Ende 2025 erreichte der Chatbot von OpenAI 800 Millionen wöchentliche Nutzer.





