Das in Boston ansässige Unternehmen Teradar stellte auf der CES 2026 seinen ersten Flaggschiff-Terahertz-Sensor Summit vor, zwei Monate nachdem es mit einer Spendenaktion in Höhe von 150 Millionen US-Dollar aus dem Verborgenen aufgetaucht war. Das Unternehmen positioniert Summit als den ersten hochauflösenden Sensor mit großer Reichweite, der für Autos entwickelt wurde und bei jedem Wetter funktioniert. Summit arbeitet im Terahertz-Band des elektromagnetischen Spektrums, das zwischen Mikrowellen und Infrarot liegt. Dieser Halbleitersensor enthält keine beweglichen Teile. Teradar hat es entwickelt, um die Stärken von Lidar- und Radarsensoren zu integrieren und gleichzeitig deren Einschränkungen zu minimieren. Autohersteller sind mit hohen Kosten bei Lidar und Leistungseinschränkungen bei Radar unter widrigen Bedingungen konfrontiert. Summit geht diese Probleme an, indem es die Lücke füllt, die alte Sensoren hinterlassen. Das Unternehmen beschreibt Summit als „für hohe Leistung bei jedem Wetter ausgelegt und füllt eine kritische Lücke, die herkömmliche Radar- und Lidar-Sensoren hinterlassen.“ Teradar rechnet mit ersten Lieferungen im Jahr 2028, sofern es Verträge mit Autoherstellern abschließt. Nach der Integration würde Summit diesen Autoherstellern ermöglichen, Teil- oder Vollautonomiefunktionen in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Teradar führt die Technologie derzeit fünf führenden Automobilherstellern aus den USA und Europa sowie drei Tier-1-Zulieferern vor. Diese Bemühungen zielen darauf ab, die Fähigkeiten des Sensors zu validieren und Produktionsvereinbarungen zu sichern. Diese Enthüllung erfolgt inmitten von Veränderungen bei den Zulieferern von Automobilsensoren. Im Dezember 2025 beantragte das US-amerikanische Lidar-Unternehmen Luminar Gläubigerschutz. Die Einreichung erfolgte nach dem Scheitern der Verträge mit Volvo und Mercedes-Benz, da diese Autohersteller die Technologie aufgegeben hatten. Luminar führte einen Teil der Vertragsverluste auf die Billigkonkurrenz aus China zurück. Die Einführung von Lidar auf dem chinesischen Automobilmarkt bleibt robust und weist keine Anzeichen eines Rückgangs auf. Im Oktober 2025 kündigte das chinesische Lidar-Unternehmen Hesai die Produktion von mehr als 1 Million Lidar-Sensoren in diesem Jahr an. Andere US-amerikanische Lidar-Unternehmen haben auf den Marktdruck durch Konsolidierung und Diversifizierung reagiert. Ouster erwarb und fusionierte im Zuge der Branchenkonsolidierung mit dem Konkurrenten Velodyne. Ouster verfolgt nun Chancen in den Märkten Robotik und intelligente Infrastruktur.





