IBM hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme des Datenstreaming-Marktführers Confluent getroffen, ein Schritt, der seine Infrastrukturkapazitäten für das Zeitalter der generativen KI festigen soll. In einem Memo, das am 8. Dezember 2025 an die Mitarbeiter gesendet wurde, erklärte IBM Chairman und CEO Arvind Krishna beschrieben die Übernahme als „entscheidenden Schritt“, der die Hybrid-Cloud- und KI-Strategie des Unternehmens durch die Etablierung eines „intelligenten, ständig verfügbaren Kerns“ für Unternehmensdaten beschleunigt.
Die Übernahme basiert auf der Umstellung der Branche von der statischen Datenspeicherung auf die Datenbewegung in Echtzeit. Krishna betonte, dass der Bedarf an „Live“-Datensignalen von entscheidender Bedeutung geworden sei, da Unternehmen zunehmend KI-Agenten, digitale Arbeiter und autonome Arbeitsabläufe einsetzen. „Modelle sind nur so stark wie die Signale, die sie speisen“, schrieb Krishna und argumentierte, dass moderne Abläufe – von Transaktionen im Millisekundenbereich bis hin zu sofortigen Anpassungen der Lieferkette – eine Infrastruktur erfordern, die in der Lage ist, Daten sofort von ihrer Quelle dorthin zu übertragen, wo sie benötigt werden.
Durch die Integration von Confluent, das auf Echtzeit-Datenstreaming spezialisiert ist, möchte IBM die Grundlage für eine sogenannte „End-to-End-Smart-Data-Plattform“ schaffen. Diese Plattform soll Stapelverarbeitungssysteme mit Echtzeit-Streams vereinheitlichen und es Kunden ermöglichen, Daten in komplexen Hybridumgebungen zu „verschieben, zu verwalten und darauf zu reagieren“. Krishna betonte, dass diese Fähigkeit eine der „größten neuen Infrastrukturmöglichkeiten der KI-Ära“ eröffnet, da autonome Systeme einen kontinuierlichen Zugriff auf Daten benötigen, um effektiv zu funktionieren.
Der Deal stärkt auch IBMs Strategie, kategoriedefinierende Open-Source-Technologien zu übernehmen, um seinen Unternehmens-Stack zu stärken. Krishna zog direkte Parallelen zu den früheren Übernahmen von Red Hat und HashiCorp durch das Unternehmen und stellte fest, dass Confluent in das gleiche „disziplinierte Spielbuch“ der Identifizierung und Skalierung leistungsstarker Open-Source-Plattformen weltweit passt. Obwohl die finanziellen Bedingungen in der internen Ankündigung nicht offengelegt wurden, signalisiert der Schritt, dass das Unternehmen weiterhin auf gezielte Fusionen und Übernahmen setzt, um IBMs Kernpfeiler Automatisierung, Sicherheit und Integration zu stärken.





