X hat mit dem Ausrollen begonnen eine neue Transparenzfunktion zur Überprüfung der Kontoauthentizität, deren Einführung jedoch sofort Verwirrung und politische Debatten auslöste, nachdem bekannt wurde, dass viele prominente „America First“-Konten offenbar von außerhalb der Vereinigten Staaten betrieben werden. Das neue Tool „Über dieses Konto“, das derzeit weltweit eingesetzt wird, ermöglicht es Benutzern, Metadaten zu anderen Profilen anzuzeigen. Durch Tippen auf das Beitrittsdatum eines Profils können Benutzer den registrierten Standort des Kontos, den Verlauf der Benutzernamenänderungen und die zum Herunterladen der App verwendete Methode sehen. Nikita Bier, Produktdirektor von X, beschrieben die Aktualisierung als „einen wichtigen ersten Schritt zur Sicherung der Integrität des globalen Stadtplatzes“. Das Feature löste jedoch schnell einen viralen Moment aus, als den Nutzern auffiel, dass zahlreiche rechte Konten, die sich als amerikanische politische Kommentatoren ausgeben, ihren Sitz in Ländern wie Japan, Pakistan, Thailand und Neuseeland hatten. Der linke Influencer Micah Erfan hob diese Diskrepanzen in einem weit verbreiteten Beitrag hervor und nannte die Enthüllung „totales Armageddon für die Online-Rechte“. https://twitter.com/micah_erfan/status/1992432290618912844 Konkrete online verbreitete Beispiele enthalten ein Konto mit dem Handle @Americandessen Sitz in Pakistan angegeben wurde, und andere „patriotische“ Berichte, die ihren Ursprung in Osteuropa und Nigeria zeigen. Trotz der viralen Reaktion wurde die Genauigkeit der Standortdaten von X in Frage gestellt. Kurz nach der Einführung tauchten weitverbreitete Berichte von regulären Benutzern auf, die behaupteten, ihre eigenen Standortdaten seien falsch. Tech-Analysten haben darauf hingewiesen, dass die Diskrepanzen durch eine Vielzahl legitimer Faktoren verursacht werden könnten, darunter die Nutzung virtueller privater Netzwerke (VPNs), Reisen, gemeinsame Konten, die von globalen Teams verwaltet werden, oder veraltete IP-Adressdaten. Bier räumte diese technischen Probleme am Samstag ein und räumte ein, dass „die Daten für alte Konten nicht 100 %ig waren“. Er erklärte, dass das Unternehmen daran arbeite, „einige Ecken und Kanten“ auszugleichen, und erwarte, dass die Probleme bis Dienstag gelöst seien. Durch den Rollout gleicht X mit Konkurrenten wie Instagram aus, das seit langem ähnliche Transparenztools anbietet, um Benutzern bei der Identifizierung potenzieller Bot-Netzwerke oder ausländischer Einflusskampagnen zu helfen. Berichten zufolge testet X außerdem ein spezielles Warnschild, das Konten kennzeichnen soll, die verdächtigt werden, VPNs zu nutzen, um ihren wahren Standort zu verschleiern, obwohl diese Funktion noch nicht weit verbreitet ist.





