Der Aktienkurs von Broadcom stieg am Montag sprunghaft an, nachdem das Unternehmen eine wichtige strategische Partnerschaft mit OpenAI bekannt gegeben hatte, um gemeinsam bis zu 10 Gigawatt kundenspezifische Beschleuniger für künstliche Intelligenz zu entwickeln und einzusetzen. Als der Aktienmarkt heute für den Handel geöffnet wurde, stieg der AVGO-Aktienkurs um mehr als 7 %, was das starke Vertrauen der Anleger in den Deal widerspiegelt. In einer überraschenden Klarstellung bestätigte jedoch ein Broadcom-Manager, dass OpenAI nicht der mysteriöse 10-Milliarden-Dollar-Kunde ist, den das Unternehmen bei seiner Gewinnmitteilung im September bekannt gab.
Einzelheiten zur Partnerschaft zwischen OpenAI und Broadcom
Der Zusammenarbeit ist für beide Unternehmen ein bedeutender Schritt, der sie in die Lage versetzt, eine riesige Menge an maßgeschneiderter KI-Infrastruktur aufzubauen.
- Benutzerdefinierte Hardware: OpenAI wird die Beschleuniger und Systeme entwerfen, die dann mit Broadcom entwickelt und bereitgestellt werden. Dadurch kann OpenAI die Erkenntnisse aus der Entwicklung seiner KI-Modelle direkt in die Hardware einbetten.
- Umfang der Bereitstellung: Der Deal umfasst bis zu 10 Gigawatt an maßgeschneiderten KI-Chips und -Systemen, eine enorme Energiemenge, die dem Stromverbrauch einer Großstadt entspricht.
- Zeitleiste: Der Einsatz der neuen Systeme wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beginnen.
„Die Partnerschaft mit Broadcom ist ein entscheidender Schritt beim Aufbau der Infrastruktur, die erforderlich ist, um das Potenzial von KI auszuschöpfen und echte Vorteile für Menschen und Unternehmen zu bieten“, sagte Sam Altman, CEO von OpenAI, in einer Erklärung.
Aufklärung des mysteriösen 10-Milliarden-Dollar-Kunden
Die Ankündigung machte wochenlange Spekulationen zunichte, dass OpenAI der große, namentlich nicht genannte Kunde sei, den Broadcom-CEO Hock Tan im September erwähnte. Charlie Kawwas, Präsident der Halbleiter-Lösungsgruppe von Broadcom, erklärte jedoch, dass dies nicht der Fall sei.
„Ich würde gerne 10 Milliarden Dollar nehmen [purchase order] von meinem guten Freund Greg [Brockman]. Er hat mir diesen PO noch nicht gegeben.
Diese Klarstellung zeigt, dass Broadcom einen weiteren großen KI-Kunden in seiner Pipeline hat, ein positives Zeichen für die Zukunft der AVGO-Aktie.
Der Infrastrukturangriff von OpenAI geht weiter
Diese Partnerschaft ist die jüngste in einer Reihe umfangreicher Infrastrukturabkommen für OpenAI im Rahmen der Erweiterung seiner Rechenkapazität. Mit beiden hat das Unternehmen kürzlich Vereinbarungen im Wert von mehreren Milliarden Dollar unterzeichnet Nvidia Und AMD. Die Deals haben einige Bedenken hinsichtlich eines möglichen „zirkulären KI-Handels“ geweckt, bei dem Chiphersteller in KI-Unternehmen investieren, die dieses Kapital dann verwenden, um Chips von den Investoren zu kaufen. Dies hat Diskussionen über eine mögliche KI-Blase angeheizt, obwohl viele, wie Amazon-Gründer Jeff Bezos, glauben, dass sich einige dieser Investitionen letztendlich auszahlen werden. Die erheblichen Investitionen in kundenspezifische Chips zeigen auch einen breiteren Branchentrend, bei dem große Technologieunternehmen wie Google, Amazon und Microsoft ihre eigenen Chips entwickeln, um ihre Abhängigkeit von einem einzigen Hardwareanbieter zu verringern. Während OpenAI weiterhin Hardware von Partnern wie Nvidia und AMD verwenden wird, erhält das Unternehmen durch diesen Schritt eine größere Rolle bei der Entwicklung der spezifischen Hardware, die für den Betrieb seiner Dienste wie ChatGPT erforderlich ist.





