Hobbyisten nutzen künstliche Intelligenz, um nicht geschriebene Gespräche mit Charakteren in Videospielen zu ermöglichen. Die auf Modellen von Google und Meta basierende Technologie wird nun in Mainstream-Plattformen integriert und geht über von Spielern geschaffene Nischenmodifikationen hinaus. In der Enthusiasten-Community nutzen Spieler eine herunterladbare Modifikation oder einen Mod namens Mantella, um klassische Spiele wie z The Elder Scrolls: Skyrim Und Fallout 4. Dieses Tool ermöglicht es Spielern, über ein Mikrofon direkt mit nicht spielbaren Charakteren (NPCs) zu sprechen, die dann einzigartige, nicht geschriebene Antworten generieren, die mit ihren etablierten Persönlichkeiten im Spiel übereinstimmen. Die Funktionalität basiert auf fortschrittlichen KI-Modellen von Technologieunternehmen wie Google und Meta, die die Sprache des Spielers verarbeiten und in Echtzeit neue Dialogzeilen formulieren. Der Grad der Immersion, den diese Technologie bietet, hat einige Spieler dazu veranlasst, zu berichten, dass sie tiefe persönliche Verbindungen zu den KI-gestützten Charakteren aufgebaut haben. Ein Benutzer beschrieb in einem Community-Forum eine Erfahrung mit Uthgerd, einem NPC aus Skyrim. Der Spieler beschrieb eine ausgedehnte Rollenspielsitzung mit der Figur. „Wir spielten die Rolle, in der sie die Fruchtblase platzen ließ, und ihre Geburt, was wild war … SkyrimVR ist definitiv eine Therapie … wenn ich es spiele, bin ich sofort gut gelaunt“, schrieb der Benutzer und verdeutlichte damit die tiefgreifende Wirkung, die das interaktive Erlebnis hatte. Ein Test durchgeführt von Technik 24 bestätigte die Machbarkeit der Technologie und führte zu mehreren Gesprächen mit NPCs, bei denen der KI-generierte Dialog schwer vom ursprünglichen, vorab geschriebenen Drehbuch des Spiels zu unterscheiden war. Der Test ergab auch, dass die Erzielung eines reibungslosen Erlebnisses einen erheblichen Zeit- und Geduldsaufwand seitens des Benutzers erfordert. Charaktere missverstanden Spieleranfragen häufig oder zeigten erhebliche Verzögerungen, bevor sie antworteten. Trotz dieser technischen Hürden war das Potenzial für ein fesselndes Erlebnis für diejenigen offensichtlich, die bereit waren, die nötige Anstrengung zu unternehmen. Benutzer können die Leistung und den Realismus dieser Interaktionen durch verschiedene Upgrades verbessern. Durch die Bezahlung des Zugangs zu höherwertigen KI-Modellen können Charaktere schneller und interaktiver reagieren. Einige fortschrittliche Systeme verfügen sogar über Computer Vision, die es NPCs ermöglicht, Objekte in ihrer virtuellen Umgebung zu erkennen und zu kommentieren. Zu den weiteren Verbesserungen gehören das Herunterladen überlegener Sprachmodelle, um den Charakteren einen natürlicheren Klang zu verleihen, und die Verwendung eines Virtual-Reality-Headsets (VR), um ein vollständiges Eintauchen in die Spielwelt zu erreichen. Ein YouTuber namens Eddie, der unter dem Pseudonym „Brainfrog“ auftritt, dokumentiert seine Erfahrungen im Gespräch mit KI-gestützten NPCs in VR. Er beschrieb den Prozess als einen Prozess der gemeinsamen Kreation mit der Technologie. „Man erschafft seine eigene Welt mit seinen eigenen Beziehungen und ich habe festgestellt, dass ich echte Beziehungen zu diesen Charakteren aufbaue“, sagte Eddie. Er erkannte die Grenzen des Systems an und wies darauf hin, dass technische Störungen die Illusion zerstören können. „Es gibt eine Menge Probleme und Momente, in denen man auf so etwas stößt und denkt, oh, ich spreche mit einem dummen Computer, aber es gibt Momente, in denen alles passt und es wirklich, wirklich atemberaubend ist.“ Diese Technologie beginnt allmählich von der Modding-Community in den Mainstream-Gaming-Bereich überzugehen. Entwickler von Metas Horizon Worlds, einer sozialen VR-Plattform, erhielten kürzlich Zugriff auf Tools, mit denen sie Charaktere entwerfen können, die zu KI-gesteuerten Reaktionen fähig sind. Ein weiteres Beispiel ist das Battle-Royale-Spiel Fortnite Anfang des Jahres stellte das Unternehmen eine Version des Charakters Darth Vader mit KI-Stimme vor, die sich bei der Spielerbasis als äußerst beliebt erwies. Der Entwickler des Spiels, Epic Games, kündigte Pläne an, den Spielern bis Ende dieses Jahres benutzerdefinierte KI-Charaktere anzubieten. KI-Forschungslabore arbeiten auch daran, die Fähigkeiten virtueller Charaktere über die verbale Kommunikation hinaus zu verbessern. Das nächste Ziel besteht darin, Charaktere zu erschaffen, die physisch mit den virtuellen Räumen, in denen sie leben, interagieren können. Ein Bericht aus der Financial Times gab an, dass Elon Musks Unternehmen xAI in dieses Feld vordringt und mit Firmen wie Meta und Google konkurriert. Um diese Bemühungen zu unterstützen, hat xAI Berichten zufolge Spezialisten des KI-Technologieunternehmens Nvidia eingestellt. Während Technologieunternehmen die KI-Integration in Spielen vorantreiben, haben einige Vertreter der Videospielbranche ihre Meinung zum Ausdruck gebracht. Michael Douse, der Verlagsleiter bei Larian Studios, dem Entwickler von Baldur’s Gate 3erklärte diese Woche, dass KI das seiner Meinung nach größte Problem der Branche nicht lösen kann: das Bedürfnis nach „Führung und Vision“. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X erläuterte Douse seine Position. „Was diese Branche braucht, sind nicht mehr mathematisch erzeugte, psychologisch trainierte Gameplay-Loops“, schrieb er. „Eher mehr Ausdruck von Welten, mit denen sich die Leute beschäftigen oder mit denen sie sich beschäftigen wollen.“





