Die neue Bing Wallpaper-Anwendung von Microsoft hat erhebliche Kritik hervorgerufen, weil sie Funktionen enthält, die dem Verhalten von Malware ähneln, was zu weit verbreiteter Besorgnis bei den Benutzern geführt hat. Die für Windows 10 und 11 veröffentlichte App wechselt täglich automatisch das Hintergrundbild, verbirgt jedoch mehrere aufdringliche Funktionen.
Softwareentwickler Rafael Rivera berichtete Diese Erkenntnisse lösen Gespräche über den Datenschutz der Benutzer und die Anwendungsintegrität aus.
Die Bing Wallpaper-App, verfügbar auf der Microsoft Storewurde entwickelt, um das Benutzererlebnis durch eine rotierende Auswahl an Bildern zu verbessern. Es wurde jedoch wegen seiner dunkleren Funktionalitäten unter die Lupe genommen. Die Analyse von Rivera ergab, dass die Anwendung Bing Visual Search installiert ohne Einwilligung des Nutzers und fordert Benutzer auf, Bing in verschiedenen Browsern, einschließlich Firefox und Chrome, zu ihrer Standardsuchmaschine zu machen.
Darüber hinaus enthält die App Code zum „Durchsuchen und Entschlüsseln“ von Cookies von Browsern wie Edge, Chrome und Firefox, was Datenschutzbedenken aufwirft. Es greift auch auf die Geolocation-Web-API zu, die wahrscheinlich Standortdaten ohne klare Benutzerbenachrichtigung sammelt.
Zusätzlich zu diesen invasiven Funktionen schlägt die Anwendung vor, Folgendes zu tun: Microsoft Edge den Standardbrowser, während in anderen Browsern aktiv Registerkarten gestartet werden, die die Aktivierung einer Microsoft Bing Search-Erweiterung empfehlen.

Rivera kategorisierte Bing Wallpaper als Anwendung mehrerer „böser Tricks“, die an unerwünschte Software erinnern. Diese Entdeckung hat Technikexperten dazu veranlasst, es als potenziell unerwünschtes Programm (PUP) zu bezeichnen. Riveras Ergebnisse wurden durch verschiedene Berichte untermauert, da mehrere Benutzer ihr Misstrauen gegenüber den Absichten und der Funktionalität der App zum Ausdruck brachten.
Der Hintergrund dieser Anschuldigungen ist nicht das erste Mal, dass Microsoft wegen vermeintlicher Eingriffe in die Privatsphäre in die Kritik gerät. Ähnliche Bedenken tauchten bei der Einführung des auf Rückruffunktion in Windows 11das Screenshots von Benutzeraktivitäten erfasste, um eine durchsuchbare Zeitleiste zu erstellen. Obwohl diese Funktion als optional und nicht installierbar bestätigt wurde, deutet die aktuelle Situation rund um die Bing Wallpaper-App auf anhaltende Probleme mit dem Datenschutz in den Angeboten von Microsoft hin.
Die Community hasste die Bing Wallpaper-App
Die Online-Resonanz war größtenteils negativ, und viele Benutzer rieten von der Installation von Bing Wallpaper ab. Riveras Erkenntnisse haben eine Reihe von Diskussionen über die Auswirkungen auf die Privatsphäre der Benutzer und den zunehmend invasiven Charakter ehemals harmloser Anwendungen ausgelöst.
Kommentatoren haben festgestellt, dass ein solches Verhalten typischerweise mit Malware in Verbindung gebracht wird, was das Gefühl des Misstrauens gegenüber der Anwendung verstärkt. Social-Media-Plattformen spiegeln diese Meinung wider, da Benutzer ihr Unbehagen über die versteckten Absichten der App zum Ausdruck bringen.
Während Benutzer sich mit diesen Bedenken auseinandersetzen, bleibt unklar, wie Microsoft auf die Gegenreaktion reagieren wird. Untersuchungen zum Cloud-Verhalten von Bing Wallpaper und zum breiteren Kontext des Verbraucherschutzes sind im Gange und verdeutlichen potenzielle Risiken, die mit dem Vertrauen in Softwareanwendungen verbunden sind.
Die Tech-Community setzt sich weiterhin für Transparenz und Benutzerautonomie ein und betont, dass Benutzer die Kontrolle über ihre Softwareumgebungen behalten sollten.
Bildnachweise: Microsoft